KOMMENTAR

Die Frauen bleiben in zweiter Reihe

von Redaktion

Mariä Himmelfahrt

Als „Großer Frauentag“ wird der Feiertag Mariä Himmelfahrt in der katholischen Kirche gefeiert. In vielen Pfarrgemeinden ein prächtig buntes Fest, zu dem traditionell herrlich duftende Kräuterbuschen gesegnet werden. Ein Festtag, der Maria gewidmet ist.

Damit rücken auch die Frauen in den Fokus. Der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, hat nicht ohne Grund betont, dass sich die Zukunft der Kirche an der Frauenfrage entscheiden werde. Leider hat sich diese Erkenntnis weder in der deutschen Kirche mit aller Konsequenz verbreitet, noch trifft sie im Vatikan auf fruchtbaren Boden.

Es stimmt: Wichtige Leitungsfunktionen werden inzwischen auch mit Frauen besetzt. Aber die innersten Bereiche des Weiheamtes bleiben den Frauen verschlossen. Auch unter Papst Leo zeichnet sich kein Wandel ab. Die Männer bleiben lieber unter sich. Viele Frauen, die mit großartigen Talenten zur Weitergabe des Glaubens gesegnet sind, haben sich verbittert zurückgezogen. Lippenbekenntnisse der geweihten Männer helfen längst nicht mehr.

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