Weitere Eskalation im Südlibanon

von Redaktion

Tel Aviv/Beirut – Ungeachtet der Waffenruhe geht der blutige Schlagabtausch zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Südlibanon weiter. Die israelische Armee tötete nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz. Der Befehlshaber sei bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden, hieß es. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden.

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte, es handele sich bei den Angriffen um eine „äußerst ernste Angelegenheit“, die Bemühungen zur Stabilisierung untergrabe. Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff auf den Kommandeur um eine „Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone“. Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden. Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand hatten sich Israel und die libanesische Regierung im Juni auf einen Weg zu Frieden und Sicherheit geeinigt. Die proiranische Hisbollah lehnt die Vereinbarung jedoch ab. Die Miliz war nicht an den Verhandlungen beteiligt und weist insbesondere die Entwaffnung strikt zurück.

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