Paris – Wegen mutmaßlicher russischer Cyberangriffe auf zwei Präsidentschaftskandidaten in Frankreich hat die Justiz Ermittlungen aufgenommen. Sie befasse sich aus eigener Initiative mit dem Fall, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Paris. Anlass sei das Auftauchen gefälschter Websites mit Falschinformationen, welche die beiden ehemaligen Premierminister Gabriel Attal und Edouard Philippe destabilisieren sollten. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen hätten sich diese Falschinformationen zwar kaum verbreitet, aber es sei das erste Mal gewesen, dass die Kandidaten direkt im Visier gewesen seien. So sei fälschlich behauptet worden, Philippe habe gesundheitliche Probleme und Attal zeige Symptome von Parkinson. Attal hatte Anfang August Klage eingereicht. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor auch Ermittlungen im Fall Linken Raphaël Glucksmann eingeleitet.