Russen heben Milliarden von Bankkonten ab

von Redaktion

München – Russische Bürger und Unternehmen haben in großem Umfang Geld von ihren Bankkonten abgehoben, weil sie fürchten, der Kreml könnte Einlagen zur Kriegsfinanzierung beschlagnahmen. In den ersten beiden Augustwochen sind nach einem Bericht der „Washington Post“ unter Berufung auf Daten der russischen Zentralbank 286,4 Milliarden Rubel (2,9 Mia. Euro) von Konten abgeflossen. Im Juli waren es 630 Milliarden Rubel. Die Abhebungen hätten erhebliche Liquiditätsprobleme bei den Banken verursacht und die Fähigkeit des Kremls untergraben, Staatsanleihen zur Kriegsfinanzierung zu platzieren. „Die Nervosität wächst. Und die Alltagsweisheit der Menschen greift, dass sie Bargeld unterm Kopfkissen haben müssen und nicht irgendwo in Banken, wo es vielleicht nie zurückkommt“, zitierte die Zeitung einen hochrangigen russischen Finanzbeamten.

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