IN KÜRZE

von Redaktion

Lettland: Weiterer Migrantentunnel

Riga – Lettlands Behörden haben einen weiteren Tunnel entdeckt, durch den Migranten unterirdisch aus dem Nachbarland Belarus in das EU-Land gelangen konnten. Zuvor waren vom Grenzschutz 28 Migranten aufgegriffen worden, die im Südosten Lettlands illegal die inzwischen stark gesicherte EU-Außengrenze überschritten hatten. Bei der Aufklärung sei dann rund 20 Meter von der Grenze entfernt ein mit Moos abgedeckter Geheimgang ausfindig gemacht worden. In der Vorwoche war bereits eine geheime Unterführung unter der Grenze zwischen Belarus und Lettland aufgetan worden. Auch in Polen und Litauen wurden wiederholt unterirdische Schleichwege entdeckt.

Nord-Stream: Film-Berater in U-Haft

Pula – Ein Gericht in der kroatischen Küstenstadt Pula hat den Ukrainer Wolodymyr Z., der der Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 verdächtigt wird, in Untersuchungshaft genommen. Damit wurde das Verfahren zu seiner drohenden Auslieferung nach Deutschland eingeleitet, berichtete das kroatische Fernsehen HRT. Z. war am Mittwoch aufgrund eines von Deutschland ausgestellten Europäischen Haftbefehls in Pula festgenommen worden. Nach Angaben der kroatischen Polizei wurde Wolodymyr Z. in einer touristischen Unterkunft in einem Resort am Südrand von Pula festgenommen. Dort ist auch das Team einer Hollywood-Filmproduktion untergebracht, das gerade die Nord-Stream-Anschläge als fiktionalen Polit-Thriller verfilmt. Nach Informationen der „Times“ war Z. für die Film-Produktion als Berater tätig.

Siedler dringen in Dorf nahe Hebron ein

Ramallah – Bei einem weiteren gewaltsamen Zwischenfall im Westjordanland mit Siedlern ist lokalen Angaben zufolge ein 17-jähriger Palästinenser getötet worden. Palästinensische Einwohner in Sair bei Hebron hätten Steine auf in das Dorf eingedrungene Siedler geworfen, woraufhin eine Sicherheitskraft geschossen habe, teilte Israels Armee mit. Durch die Schüsse habe es „palästinensische Opfer“ gegeben.

Türkei: Neuer Haftbefehl gegen Netanjahu

Ankara – Im Rahmen von Ermittlungen zu der Behandlung von Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte hat die Türkei einen internationalen Haftbefehl gegen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu erlassen. Der türkische Justizminister Akin Gürlek teilte mit, Netanjahu und ein weiterer israelische Staatsbürger würden der „Verbrechen gegen die Menschlichkeit, des Völkermords, der schweren Freiheitsberaubung“ sowie weiterer Vergehen beschuldigt, darunter Folter. Die Türkei hatte bereits zuvor Haftbefehle gegen Netanjahu und andere Regierungsvertreter wegen des Vorwurfs des Völkermords im Gaza-Krieg erlassen.

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