Jetzt ist sie weg – und keiner ist traurig

von Redaktion

Annalena Baerbock bei der Uno

In wenigen Tagen endet die einjährige Amtszeit von Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Vollversammlung. Und nichts spricht dafür, dass man die deutsche Ex-Außenministerin vermissen wird in New York. Dass die autoritären Mächte Russland und die USA sie nicht mochten und jetzt mit unfreundlichen Worten verabschieden – geschenkt. Schlimmer ist, dass die Grüne für große Teile der Welt zum Gesicht eines besserwisserischen, bevormundenden, stets moralisierenden Deutschlands geworden ist. Von Berlin aus wollte man den Nigerianern vorschreiben, wo sie ihre Frauentoiletten zu bauen haben, und den Botswanern, wie viele Elefanten sie im Land zu dulden hätten. „Neokolonial“ nannten das afrikanische Politiker. Dass Deutschland bei seiner Bewerbung für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat haushoch durchfiel, war die Folge. So hat Deutschland seinen internationalen Einfluss verspielt. Nur sein Geld nimmt man weiter gerne.

Die Bundesbürger kannten Baerbock und ihre vorlaute Art schon, bevor die Weltöffentlichkeit sie wahrnahm. Eine dienende Rolle kam für die forsche Annalena nie infrage. In diesem Punkt trifft auch der Vorwurf der amerikanischen UN-Botschafterin ins Herz: Baerbock habe sich selbst als „diplomatischen Superstar“ gesehen. Das ging schon mit ihren Instagram-Videos zu Beginn ihrer Amtszeit los, als sie in High Heels in Sex-and-the-City-Manier durch New York stöckelte. Ihre „feministische Politik“ hielt sie nicht davon ab, einer anderen hochverdienten deutschen Diplomatin den UN-Job wegzunehmen. Vielleicht hat sie unfreiwillig dennoch Gutes bewirkt mit ihrer lärmenden Politik: Aus der Grünen-Spitze hört man heute auffällig oft, man dürfe den Bürgern nicht mehr so belehrend begegnen wie zu Ampelzeiten. Na dann.

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