München – Die Asylbewerberzahlen in Bayern sinken weiter – aber auch die Ausreisezahlen sind etwas zurückgegangen. Nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kamen von Januar bis Juli rund 5800 Asylbewerber neu nach Bayern. Das sind rund 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und 69 Prozent weniger als vor zwei Jahren. Zugleich haben in den ersten sieben Monaten 10.261 Ausländer den Freistaat verlassen. Das sind etwas weniger als im Vergleichszeitraum 2025 (10.869).
„Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass weiterhin deutlich mehr Flüchtlinge Bayern verlassen, als Asylbewerber neu ankommen“, sagte Herrmann. Man werde weiterhin mit aller Kraft daran arbeiten, dass geltendes Recht durchgesetzt werde und Menschen ohne Bleiberecht Deutschland zügig wieder verließen. Weniger Flüchtlinge in Bayern bedeuteten zugleich eine Entlastung der Kommunen und weniger Ausgaben des Freistaats für Unterkunft und Verpflegung.
Die Zahl der geförderten freiwilligen Ausreisen stieg von Januar bis Juli um rund 32 Prozent auf 2207. Dagegen sank die Zahl der Abschiebungen um rund 18 Prozent auf 1751. Das Ministerium führt den Rückgang darauf zurück, dass deutlich weniger Asylbewerber aus anderen EU-Ländern einreisen – wegen Grenzkontrollen und der Zurückweisung von Bewerbern aus sicheren Drittstaaten.