KOMMENTAR

Begrenztes Potenzial

von Redaktion

Publikumsmagnet Gamescom

Es ist ein buntes Völkchen, das da in Köln auf der Gamescom zusammenkommt. Für Außenstehende mag es schwer zu begreifen sein, aber innerhalb der Szene ist es völlig normal, sich zum Jahrestreffen wie die Helden der großen Computerspiele zu kostümieren. Und so sind sie alle da: Ritter, Feen, Einzelkämpfer.

Es gibt aber auch diese Bilder: Der Bundespräsident, der sich die Messe zeigen lässt und dabei nicht nur zwei Kriegerinnen trifft, sondern auch hohe Branchenvertreter. Sie werten den Besuch Frank-Walter Steinmeiers zurecht als Zeichen, dass der Staat um ihre Bedeutung weiß. Gaming ist nicht nur kurzweilig, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor.

Die Rahmenbedingungen sind besser, seit die neue Bundesregierung eine stabilere Förderung garantiert. Aber klar ist, dass die Unterstützung Grenzen hat. Nicht nur, weil das Land drängendere Sorgen hat. Die führenden Nationen bewegen sich technisch, personell, finanziell auf einem ganz anderen Level. Dort mitzuspielen, ist eine Utopie, die jene der kühnsten Spiele übersteigt. Die Gamescom zeigt so zwar das Potenzial Deutschlands. Profitieren werden aber weiter vor allem die anderen.

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