Damaskus – Kurdisch kann künftig an staatlichen und privaten Schulen in Syrien als Nationalsprache unterrichtet werden, wenn Kurden in der jeweiligen Region einen erheblichen Teil der Bevölkerung stellen. Das Bildungsministerium änderte dazu die Durchführungsbestimmungen eines Dekrets aus dem Jahr 2026.
Kurdisch solle „auf allen Bildungsstufen unterrichtet werden und Bestandteil der anerkannten Lehrpläne sein“, hieß es vom Ministerium am Donnerstagabend. Kurdisch wird damit offiziell Bestandteil der anerkannten Lehrpläne.
Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hatte im Januar ein Dekret erlassen, das die syrischen Kurden als integralen Teil des syrischen Volkes anerkennt. Damit wurde auch der Unterricht der kurdischen Sprache in Schulen garantiert. Unter den ethnischen Minderheiten in Syrien stellen die Kurden die größte Gruppe. Zu Zeiten der gestürzten Assad-Regierung wurden sie weitläufig diskriminiert.