Keine Entlastung in Sicht

von Redaktion

Hohe Strompreise

Verbraucher und Unternehmen bezahlen für Strom so viel wie in keinem anderen der 20 größten Industrieländer. Kein Wunder, dass die Wirtschaft unter der Last der Energiekosten leidet und ärmere Haushalte ihre Rechnungen nur mit Mühe begleichen können. Eine Ursache sind die hohen Steuern und Abgaben auf Strom. Das Versprechen auf eine Entlastung der Stromkunden hat die Bundesregierung schon frühzeitig wieder kassiert. Und vermutlich wird der Bund auch in absehbarer Zeit keine entsprechenden Vorstöße machen. Denn im Haushalt fehlt an allen Ecken und Enden das Geld.

Auch das Versprechen, dass Energie nach einer Übergangszeit für den Umstieg auf erneuerbare Quellen wieder günstiger wird, ist kaum einzuhalten. Denn aktuell bremst die Bundesregierung den Ausbau eher aus als dass er konsequent vorangetrieben wird. Dabei wäre ein größeres Angebot an Strom auf dem Markt der beste Weg zu sinkenden Preisen. Dafür ist mehr Tempo bei der Installation von Solarzellen und Windrädern nötig, ebenso ein schneller Ausbau des Netzes, um die Regionen mit Stromerzeugung mit denen des großen Verbrauchs zu verbinden.

Erneuerbare Energie aus dem eigenen Land senkt zudem die Abhängigkeit von geopolitischen Krisen. Das muss angesichts der bedrohlichen Lage allerorten ein vorrangiges Ziel werden. Über den Klimaschutz wird viel gemeckert, weil er mit höheren Kosten und Sparzwängen verbunden scheint. Doch gerade der Ausbau Erneuerbarer Energien vereint zwei Wünsche. Auf längere Sicht wird Strom billiger. Und da er klimaneutral erzeugt wird, kann er auch ohne schlechtes Gewissen verbraucht werden.WIRTSCHAFT@OVB.NET

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