Erster jüdischer Kandidat für arabische Partei

von Redaktion

Jerusalem – Bei der Parlamentswahl in Israel im Oktober tritt erstmals ein jüdischer Israeli für die arabisch-islamistische Partei Raam an. Der frühere Abgeordnete Joav Segalovitz werde auf der Liste der gemäßigt islamistischen Partei Raam kandidieren, kündigte Parteichef Mansur Abbas an. Segalovitz gehörte bis vor Kurzem der zentristischen Zukunftspartei Jesch Atid von Jair Lapid an und saß seit 2019 in der Knesset. In der früheren Regierung unter Naftali Bennett und Lapid war er stellvertretender Minister für öffentliche Sicherheit und insbesondere mit der Bekämpfung der Kriminalität befasst.

Für Wirbel sorgte die Ehefrau von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Sara Netanjahu deutete in einem Gespräch mit dem Sender C14 an, der linksliberale Oppositionspolitiker Jair Golan, der als Held des 7. Oktober 2023 gilt, weil er damals viele junge Menschen aus dem Kampfgebiet rettete, könne vorzeitige Informationen zu dem Hamas-Massaker gehabt haben. Der Sender gilt als Sprachrohr Netanjahus und der extremen Rechten in Israel. Golan sei bereit gewesen zu kämpfen, „zu einer sehr, sehr frühen Stunde, als andere noch nichts wussten, unter anderem der Regierungschef“.

Unterdessen ist der Hamas-Sicherheitschef nach Angaben der Terrororganisation von Mitgliedern einer palästinensischen Miliz entführt worden, die mit Israel verbündet ist. Bei dem Vorfall sei seine Frau getötet worden.

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