G20-Treffen: USA brechen Russland-Boykott

von Redaktion

Russlands Finanzminister Anton Siluanow. © Jutrczenka/dpa

Asheville – Erstmals seit gut vier Jahren haben die USA Russland die Teilnahme an einem G20-Finanzministertreffen ermöglicht. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) äußerte sich in Asheville (North Carolina) irritiert über das US-Vorgehen. Er habe zusammen mit anderen Europäern ein Foto mit dem russischen Finanzminister Anton Siluanow boykottiert. Er hätte sich Klarheit des US-Gastgebers gewünscht, dass man den russischen Minister „nicht wie einen normalen Gast hier empfängt“, sagte Klingbeil.

Das Weiße Haus erklärte, man wolle „das endlose Blutvergießen“ in der Ukraine beenden. „Der Präsident wird sich niemals scheuen, mit den Leuten zu sprechen, mit denen wir sprechen müssen, um dies voranzubringen“, so Trumps Sprecher. Befürchtet wird, Trump könne Kreml-Chef Wladimir Putin im Dezember zum G20-Gipfel einladen und die EU-Partner damit erneut provozieren. Der Gipfel soll in einem Golfclub des US-Präsidenten in Miami stattfinden.

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