Teheran – Erneute gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran haben diplomatische Bemühungen der vergangenen Woche weiter in den Hintergrund rücken lassen. Das US-Militär attackierte nach eigenen Angaben in der Nacht Militäreinrichtungen der iranischen Streitkräfte. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Ziele im Irak, Jordanien, Kuwait und Bahrain.
Bei den Luftangriffen wurden iranischen Medien zufolge mindestens 18 Menschen getötet. Bei Sirik nahe der iranischen Küste sei ein Gebäude einer Hochzeitsfeier getroffen worden. Der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Angriff. In einem Brief an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag forderte er eine Untersuchung.
US-Präsident Donald Trump erwägt derweil, der Straße von Hormus seinen Namen zu geben. Da die seit Monaten umkämpfte Meerenge „nun unter US-Kontrolle steht, sollten wir die Straße von Hormus in Trump-Straße umbenennen???“, fragte der Präsident am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Er fügte hinzu, die Wasserstraße wäre dann „wie Amerika selbst ‚heißer‘ denn je zuvor“. Mit den Namensänderungen will Trump Druck ausüben.