Moskau sieht Deutsche als Schwachstelle

von Redaktion

Nach dem Anschlag von München

Am Dienstag erklärte die Bundesregierung, dass Russland für die Leipziger Drohnenattacken verantwortlich sei. Seitdem geht es Schlag auf Schlag: Erst verübten Unbekannte Anschläge auf Umspannwerke in Brandenburg und NRW, dann gab es eine Explosion am Augsburger Hauptbahnhof, schließlich einen Brandanschlag in München. Klar, in allen Fällen ist die Urheberschaft unklar. Unwahrscheinlich, dass Moskau überall seine Finger im Spiel hat. Und doch ergibt das alles ein Gesamtbild, das Unsicherheit schürt.

Zunächst einmal sollte man sich selbst zu Gelassenheit mahnen. Glücklicherweise gab es keine schwerer Verletzten, die Sachschäden sind überschaubar. Sabotageakte gibt es seit Monaten. Ist das nun eine außergewöhnliche Häufung? Oder nur erhöhte Sensibilität. Das soll das Problem und die Gefahr nicht verharmlosen, ist aber für eine nüchterne Betrachtung wichtig.

Seit dem Überfall auf Kiew scheint man in Moskau die deutsche Bevölkerung als besonders empfänglich für Drohungen und Nadelstiche zu sehen. Regelmäßig drohen Medwedew & Co. mit direkten (atomaren) Schlägen. Das nimmt in dem Maße zu, wie sich die USA aus der Ukraine-Hilfe zurückziehen und Berlins Rolle wächst. Zudem will man vor den Wahlen im Osten Unruhe schüren. Umso wichtiger war gestern das Signal der Außenminister aus Paris, Warschau und Polen: Europa steht zusammen. Entschlossen, aber mit Ruhe und Augenmaß.

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