Ärmelkanal-Unglück: Schleuserprozess beginnt in Paris

von Redaktion

Paris – Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit 31 Toten müssen sich 14 mutmaßliche Schleuser ab heute in Paris vor Gericht verantworten. Es handelte sich um den schlimmsten Unfall, seitdem Migranten versuchen, in Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Auch ein sieben Jahre altes Mädchen und zwei Jugendliche kamen dabei ums Leben.

Der Fall erregte auch wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung der französischen Behörden Aufsehen. Dazu laufen Ermittlungen gegen sieben französische Soldaten. Im nun beginnenden Prozess stehen mutmaßliche Schleuser im Mittelpunkt, die meisten von ihnen aus Afghanistan. Zu dem Prozess gegen die mutmaßlichen Schleuser haben sich 114 Nebenkläger gemeldet, eine ungewöhnlich hohe Zahl. Das Unglück, das sich im November 2021 ereignete, überlebten nur ein Somali und ein Iraker.

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