Bukarest – Rumäniens Polizei hat einen Russen festgenommen, der Militäreinrichtungen Rumäniens und der Nato-Verbündeten ausspioniert haben soll. Wie die für organisiertes Verbrechen zuständige Sondereinheit der Staatsanwaltschaft (DIICOT) mitteilte, habe der 40-Jährige an Militärstützpunkten im Großraum Bukarest, am Schwarzen Meer und in Siebenbürgen Militärtechnik sowie Truppenbewegungen fotografiert. Dadurch habe er die nationale Sicherheit gefährdet.
Zudem habe der Mann mit einer nicht näher benannten Person über einen verschlüsselten Kommunikationsweg Kontakt gehabt, um hybride Sabotageakte zu planen. Die Staatsanwaltschaft beantrage nun vor Gericht 30 Tage Untersuchungshaft für den Tatverdächtigen. An den Ermittlungen seien Rumäniens Inlandsgeheimdienst SRI beteiligt gewesen, sowie der Geheimdienst der Armee.