Brüssel – Nach dem Massenandrang von Menschen aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta hat die EU Spanien 114,7 Millionen Euro Nothilfe gewährt. Das Geld soll der Verbesserung der Grenzüberwachung und der Rückführung illegaler Einwanderer dienen, zugleich aber die Aufnahmekapazitäten in Ceuta stärken. Zudem sollen die Grenzschutzagentur Frontex, Europol und die EU-Asylagentur den lokalen Behörden verstärkt helfen. Ende Juli waren rund 72.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta gelangt. Die meisten kehrten zurück oder wurden zurückgebracht. Das oberste spanische Strafgericht hat gerade Ermittlungen eingeleitet. So soll auch geprüft werden, ob Marokko für den Vorfall mitverantwortlich war.