KOMMENTAR
Mitten in der Gesellschaft
Lebendige Bundeswehr-Standorte
Auch in Fürstenfeldbruck wurde neulich der Tag des offenen Denkmals begangen. Mit dabei war der Fliegerhorst, aber die angestrebte Offenheit stieß an ihre Grenzen. Der Andrang war so groß, dass viele Gäste an der Bustour nicht teilnehmen konnten.
Kasernen sind nicht irgendwelche Gebäude, das zeigt sich beispielhaft in der Region. Egal, ob sie längst in zivile Nutzung übergegangen sind wie in Bad Tölz, nun doch wieder reaktiviert werden (Fürstenfeldbruck) oder nie zur Diskussion standen (Murnau) – die mächtigen Areale sind nicht nur schwer zu übersehen. Sie stehen auch für die Bedeutung einer Armee in der Mitte einer Gesellschaft – und für eine Zeit, in der diese Bedeutung noch nicht infrage gestellt wurde wie heute.
Daran sollte man denken, wenn unser Land und seine Partner immer unverhohlener attackiert werden. Bundeswehrstandorte leisten keineswegs der Kriegstreiberei Vorschub, im Gegenteil. Sie beherbergen die, die uns und unsere Freiheit beschützen, wenn es nötig wird. Dieser Schutz wird auch jene einschließen, die ihre potenziellen Verteidiger heute noch nach Kräften schmähen.