KOMMENTAR
Toxisches Klima wirkt bis hinein in Bierzelt
Israel-Hass auf der Wiesn
Dass die Ratsboxe auf der Wiesn zur Bühne für Israel-Hass wird: unsäglich! Dass Stefan Jagel, Fraktions-Chef der Linken im Münchner Rathaus, Konsequenzen ankündigt und sich dagegenstellt, ist ebenso löblich wie alternativlos. Die Pöbler saßen am Tisch seiner Partei, am Ende ohrfeigte eine Frau aus diesem Kreis einen FDP-Politiker.
Natürlich: Jagel kann nichts dafür, wie sich Gäste seiner Gäste aufführen. Zu bedenken ist auch: Was da passiert ist, ist nur ein einzelnes Phänomen eines zunehmend toxischen Klimas insgesamt. Wo es üblich zu werden scheint, dass das, was als Friedens-Demo für Palästina deklariert wird, in Wirklichkeit eine Hass-Veranstaltung gegen Israel ist.
Die Tatsache, dass in diesen Zusammenhängen immer wieder linke Jugendorganisationen auftauchen, sollte eigentlich zu erhöhter Aufmerksamkeit innerhalb der Partei führen. Jetzt auf dem Oktoberfest waren aber die FDP und der Sicherheits-Dienst des Bierzelts die Wachsamen.
Schottenhamels Leute, die die Pöbler rausgeworfen haben, haben das Richtige getan. Sie haben eine Aufgabe erledigt, die es nie hätte geben dürfen.ULRICH.HEICHELE@OVB.NET