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Söder fliegt an die Adria

Tagesreise nach Kroatien – Hightech und Energie im Fokus

München – „Isar – ad astra“, von der Isar zu den Sternen, gab der ehemalige Lateinschüler und heutige Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zuletzt als Wahlspruch für die bayerischen Weltraum-Ambitionen aus. Heute geht es für ihn selbst zwar noch nicht ganz so weit hinaus, aber immerhin: „Von der Isar an die Adria.“

Söder nutzt den Freitag für eine politische Tagesreise nach Kroatien. Das Land sei „einer der wichtigsten Partner Bayerns in der Europäischen Union“, sagt der Ministerpräsident. „Unser Ziel ist, diese guten Kontakte immer weiter auszubauen.“ In Zagreb trifft er bereits zum siebten Mal Premierminister Andrej Plenković. Um Hightech soll es gehen, aber auch um Landwirtschaft. „Beim Thema Auto werben wir innerhalb der EU gemeinsam für die Offenheit zum Verbrenner-Motor“, sagt Söder. Und auch der Ausbau der europäischen Energieinfrastruktur steht als Thema auf der Tagesordnung. „Das Ziel ist eine gut nutzbare Leitung von Kroatien durch Österreich nach Bayern für zwei Stoffe: jetzt Gas und in Zukunft Wasserstoff“, sagt Söder. Die europäischen Transportwege sollten nicht nur aus dem Norden kommen. „Gerade der Süden Deutschlands als wirtschaftliches Leistungsherz muss auch aus Richtung Süden gut angeschlossen sein.“

Auch über das Tagesgeschäft hinaus sucht Söder die Nähe zu Kroatien, mit dem der Freistaat seit 54 Jahren eine gemeinsame Regierungskommission pflegt. Seine dritte Reise in das Land soll auf die Südosteuropa-Strategie des Freistaats einzahlen, und den Plan vorantreiben, weltweit neue Partner zu finden und zugleich bestehende Freundschaften zu pflegen.

Deutschland ist Kroatiens wichtigster Handelspartner, auf Bayern entfällt der Staatskanzlei zufolge ein jährlicher Güteraustausch von etwa 1,8 Milliarden Euro.HOR

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Freitag, 2. Oktober 2026
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