Antrag im Waldkraiburger Stadtrat

von Redaktion

Querungshilfe an Pürtener Kreuzung bleibt umstritten

Waldkraiburg – Die Diskussionen um die Querungshilfe an der Pürtener Kreuzung reißen nicht ab: Nachdem das Staatliche Bauamt den zunächst wegen der zu steilen Zufahrt kritisierten Übergang umgebaut hat, wird erneut über dessen Gestaltung debattiert. Dem Stadtrat liegt ein Antrag der AfD vor, den Übergang barrierefrei umzubauen.

Die Anfahrt zu steil, die Aufstellfläche zu schmal: Kaum war die Querungshilfe an der Kraiburger Straße fertig, wurde sie wieder geschlossen und zu Beginn des Jahres umgebaut. Die Aufstellfläche ist inzwischen deutlich breiter. Statt einer Rampe führen nun drei Stufen auf den Geh- und Radweg zwischen Föhrenwinkel und Pürten. Über eine integrierte Schieberampe können Fahrräder nach oben oder unten geschoben werden.

Die Treppe ist allerdings nicht der einzige Weg: Der Geh- und Radweg in Richtung Ampfing führt barrierefrei unter der Staatsstraße hindurch, bevor der Weg einen Bogen zurück in Richtung Kraiburger Straße macht. Die Querungshilfe sei lediglich als „Bypass“ geplant, wie Bauamtsleiter Carsten Schwunck im Stadtrat erklärte.

Die Anfahrt zur Überquerungsstelle ist steiler als geplant geworden, weil für die Höhenfreimachung der Pürtener Kreuzung die Staatsstraße angehoben werden musste. „Die Überquerungshilfe barrierefrei anzubinden, ist technisch und wirtschaftlich nicht mit vertretbarem Aufwand möglich“, führte er aus. Eine schriftliche Stellungnahme vom Staatlichen Bauamt liege zwar noch nicht vor. Telefonisch sei der Stadt aber bestätigt worden, dass ein barrierefreier Ausbau technisch und wirtschaftlich nicht vertretbar sei. Die Anregung für eine bessere Beschilderung will man aufgreifen.

Nach Ansicht der Verwaltung ergeben sich daher nur zwei Möglichkeiten: Entweder bleibt die Querungshilfe, wie sie ist, oder sie wird gesperrt. „Dann aber wird es einen Trampelpfad geben und es gibt keinen gesicherten Übergang“, erklärte Schwunck. Daher die Empfehlung der Verwaltung: Den Weg so beibehalten.

Die AfD-Fraktion hält die Situation für nicht akzeptabel. Für Dieter Kuhn stellte die Treppe wegen der Unfallgefahr „keinen haltbaren Zustand“ dar. Eine Serpentine sei zwar teuer, technisch aber möglich. Andreas Wahrlich (AfD) sprach sich dafür aus, die Schieberampe so zu verbreitern, dass sie auch mit Gehhilfen oder Kinderwagen genutzt werden kann. Er sieht die Stadt in der Verantwortung, dass dies kein Unfallschwerpunkt werde.

Schwunck widersprach dieser Einschätzung. Würde die Schieberampe verbreitert, werde sie als Rampe genutzt. Die Treppenanlage sei nach DIN-Normen ausgeführt worden. „Momentan ist es kein Unfallschwerpunkt.“

Da die schriftliche Stellungnahme des Staatlichen Bauamts noch aussteht, wollte die AfD-Fraktion über ihren Antrag noch nicht abstimmen lassen. Auf Vorschlag von Fraktionssprecher Dieter Kuhn vertagte der Stadtrat die Entscheidung.

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