Ballermann-Party auf dem Volksfest

von Redaktion

Heino bringt Bruckmühler Festzelt zum Beben

Bruckmühl – Durch das 2.800 Quadratmeter große Festzelt des Sportvereins Bruckmühl (SVB) ist am Sonntagabend (12. Juli) musikalische Ballermann-Atmosphäre gestürmt.

Was für ein Abend, was für eine Stimmung, was für eine Begeisterung, was für ein Jubel und Trubel. Dabei präsentierte sich das Volksfest-Areal im wahrsten Sinn des Wortes „völlig losgelöst von der Erde“.

Szenenkenner aus Palma de Mallorca attestierten dem Bruckmühler Volksfest-Tempel eine Atmosphäre wie in den legendären Party-Hotspots auf Mallorca. Dem Stadtmarketing der Marktgemeinde war mit der Verpflichtung des weltbekannten Schlagerkönigs Heino und des Partyschlager-Sängers Almklausi ein wahrer Coup gelungen. „Wer da war, hat ein echtes Spektakel erlebt, das einem noch lange in Erinnerung bleibt, wer nicht da war, hat was verpasst, Shit happens“, lautete das einhellige Fazit aller Bruckmühler Partygänger mit einem Augenzwinkern.

In intensiver und aufwendiger Nachtarbeit und durch Frühmorgensaktionen erhielt das Bruckmühler Festzelt durch Profis ein akustisches und optisches Feintuning, wie man es von namhaften Event-Arenen kennt. Dazu gehörte eine für die Zeltverhältnisse perfekt gesteuerte Soundanlage. Eine punktgenau eingestellte Lichttechnik mit einer Vielzahl von Scannern sorgte für die optischen Farbtupfer. Ein Highlight waren zwei von den Zelttraversen abgehängte große LED-Walls, auf denen das Bühnen- und Publikumsgeschehen live eingespielt wurde.

Punkt 19.17 Uhr zündete Almklausi nach seinem vielbejubelten Einzug durch das Fanspalier im Parkettbereich mit den Songs „Die pure Lust am Leben“ und „Scheißegal“ die ultimative Spaßrakete. Der klaren Ansage: „Wir sind hier, um Vollgas Fete zu machen, also: Keiner sitzt, alle auf die Bänke!“, folgten mehrere hundert Partygäste im Zehntelsekundentakt. In den folgenden 47 Minuten füllte der 57-jährige Unterhaltungskünstler den Begriff „Rampensau“ mit gelebter Leidenschaft voll aus. Ein Ballermann-Hit jagte den nächsten. Verschnaufpausen für die Partygäste – Fehlanzeige.

So konnten auch die Festbedienungen für einen Moment die Füße hochlegen. Mit Animationen wie „Zeigt mir eure Hände, hoch damit, bis die Achselhaare aus den T-Shirts blinzeln!“ trieb der Bühnen-Vollblutprofi seine Fans zu Höchstleistungen. Dazu trug auch die Liederauswahl mit Titeln wie „Skandal im Sperrbezirk“ oder „Hey, kleines Luder“ bei. Nach dem frenetisch gefeierten Schlusslied „Mama Laudaaa“ verwandelte sich der Backstage-Bereich hinter der Bühne vor der Schenke in eine Autogramm- und Selfie-Meile.

Um 20.19 Uhr war es dann so weit. Beim frenetisch gefeierten Bühnenauftritt des weltbekannten Bühnenstars explodierte gefühlt schon beim ersten Lied „Karamba, Karacho“ die Gefühlslage der Heino-Fans. Nach seiner Erklärung zu seiner Fußverletzung: „Nachdem unsere deutschen Kicker ja nicht mal mehr vom Punkt aus das Tor treffen, hat mich der DFB vor einigen Tagen zu einem Elfmeterschießen eingeladen, und dabei ist es leider passiert. Der Arzt wollte mich dann krankschreiben, da habe ich aber nein gesagt, ich kann doch meine Bruckmühler Fans nicht im Stich lassen!“, wurde das Festzelt zum Tollhaus.

In Begleitung seiner zwei charmanten Sängerinnen Gaby und Angie präsentierte der Schlagerstar ein Potpourri seiner erfolgreichsten Hits. Bei „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „Rosamunde“ mussten die Bierbänke einen Härtetest bestehen. Auf charmante Weise führte der 87-jährige Sänger locker durch das Bühnenprogramm. Dabei siezte er ganz gentlemanlike sein Publikum. Humor bewies der Entertainer, als er auf seine Anfänge zurückblickte: „Ich startete meine Karriere zu der Zeit, zu der andere schon Stars waren, wie zum Beispiel die Beatles. Die gibt es nicht mehr, aber Heino steht heute noch hier auf der Bühne.“ Bei Hits wie „Adios Mexiko“, „Völlig losgelöst von der Erde“ oder „Sierra Madre“ bebte der Festzeltboden. Zum wahren Hexenkessel mutierte das Festzelt bei den modernen Versionen von „Blau, blau blüht der Enzian“ oder „Junge“. Nach seinem aktuellen Ballermann-Hit „Laila“ verließ der Bühnenstar nach knapp einer Stunde – für seine Fans leider viel zu früh – die Bühne. Diese sahen ihm dies jedoch mit einem frenetischen Schlussbeifall nach.

Die Stimmen der Besucher waren durchweg positiv. Gabi Sander (79) aus Bruckmühl freute sich: „Ich war total von der Nachricht begeistert, dass Heino nach Bruckmühl kommt. Seine Lieder kann man alle mitsingen, da werden tolle Erinnerungen wach. Was für ein super Erlebnis, so einen Weltstar hier vor der Haustür live zu erleben!“

Der 31-jährige Sportwissenschaftler Maxi Gürtler aus Bruckmühl erklärte: „Ich bin schon seit dem Frühschoppen hier. Und wenn dann Heino kommt, muss man einfach sitzen bleiben, so etwas erlebst du nur einmal. Denn dann geht nicht nur an unserer SVB-Fußballer-Bar die Party so richtig ab.“

Polizist Michi Wolff (46) aus Bruckmühl erzählte: „Meine Oma war schon ein riesiger Fan von Heino, die war bei seinen Liedern richtig aus dem Häuschen. Ich hatte heute Sonntagsdienst und will mit meinen besten Freunden zusammen hier einfach einen tollen Abend verbringen.“

Bärbel Gerzer (72) aus Bruckmühl meinte: „Ich finde Heino für sein Alter einfach einen super Typen. In früheren Zeiten sind bei unseren Partys seine Lieder immer rauf und runter gelaufen. Ich hatte heute einen wahnsinnig tollen Abend, den man so schnell nicht vergisst.“

Schlosser Martin Heiß (60) aus Berbling betonte: „Wenn so ein Star wie Heino nach Bruckmühl kommt, dann muss man einfach dabei sein, da müssen wir Jungen auch mal richtig Flagge zeigen. Mit 87 Jahren steht der noch auf der Bühne, allen Respekt, da ziehe ich den Hut.“

Am Dienstag (14. Juli) öffnen sich die Pforten des Volksfest-Biergartens bereits um 14.30 Uhr. Ab 17 Uhr starten der Festzeltbetrieb und der Vergnügungspark. Für die zünftige Musik sorgt ab 19 Uhr die Harthauser Musi. Ab 21 Uhr laden vier Bars mit einer Thekenlänge von 48 Metern zum Verweilen und Ratschen ein.

Nach Einbruch der Dunkelheit wird das spektakuläre Brillantfeuerwerk gezündet. Eine Behindertentoilette ist vorhanden. Dazu gibt es einen großen Raucherfreibereich und Autoparkplätze in großer Anzahl rund um das Festzelt. Platzreservierungen können im Festzelt nur bis 18.30 Uhr aufrechterhalten werden. Die bis zu diesem Zeitpunkt nicht besetzten Plätze werden für die Allgemeinheit freigegeben.

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