Gemeinderat Riedering vertagt Beschluss zur Verkehrsanbindung

Mobilität muss her

von Redaktion

Die öffentliche Verkehrsanbindung war wieder einmal Thema im Riederinger Gemeinderat. Mobilität sei wichtig, auch für Jugendliche und Senioren. Es bestehe Handlungsbedarf, hieß es, aber wohin der Weg führen soll, wurde nicht entschieden.

Riedering – Schon im Dezember 2015 war es im Riederinger Gemeinderat um eine Verbesserung der öffentlichen Verkehrsanbindung in der Riederinger Gemeinde mit dem Rosenheimer AST (Anruf Sammeltaxi) gegangen. Der damalige Grundsatzentscheid war wohlwollend (wir berichteten). Fahrpläne mit entsprechendem Takt und Haltestellen wurden daraufhin im vergangenen Jahr von AST, der Verwaltung und einer Arbeitsgemeinschaft – bestehend aus einem Mitglied des Gemeinderats, den beiden Behindertenbeauftragten Oskar Schmidt und Anna Siflinger sowie den Seniorenbeauftragten Irmgard Wagner und Georg Hofmayer – erarbeitet.

Alois Seehuber, Planung Verkehr von den Rosenheimer Stadtwerken, berichtete im Gemeinderat über den Sachstand: Er betonte den Sicherheitsaspekt, den das AST biete, in dem es Außenbereiche bis spät nachts anfahre. Außerdem sei Senioren und Jugendlichen ihre Mobilität wichtig. Auf einer Karte zeigte er eine mögliche Zoneneinteilung, die Stephanskirchen und Riedering in sechs Zonen aufteilt. Je nach Zone gestalteten sich die Tarife: Innerhalb von Riedering betragen sie von 2,50 bis 6,50 pro Erwachsenen und zwei bis 4,50 Euro pro Kind. Dazu käme ein Aufpreis von 1,50 Euro für Fahrten nach Stephanskirchen und drei Euro Richtung Rosenheim. Die Dispo-Zentrale sei 24 Stunden geöffnet, 20 Minuten Vorlauf bräuchte es, ehe das AST käme. Schwerbehinderte würden direkt vor der Haustür abgeholt, bestätigte er auf Nachfrage. Auch nannte er die geschätzten Kosten: Bei einer Leistung von 3000 Fahrtgästen und 2500 Fahrten pro Jahr rechne das AST mit 35000 Euro Beförderungskosten. Bei Einrechnung der Erlöse gebe es somit eine Unterdeckung von 23000 Euro pro Jahr.

Bürgermeister Josef Häusler betonte, Mobilität sei immens wichtig, derzeit aber nicht ausreichend gegeben. Marianne Loferer erklärte, dass es Alternativen zum AST gebe, wie das „Immer mobil“ (Passau) und das „Ist Mobil“ (Graz). Auch mit Prien könne man kooperieren, dort gebe es für Jugendliche den Nachtexpress. Häusler erklärte, alternativen Konzepten offen gegenüber zu stehen, deren Initiatoren könne man „gerne einladen“.

Wolfgang Pilger mahnte: „Bitte flott handeln! Das sind wir der Bevölkerung schuldig.“ elk

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