Klares Bekenntnis zur Bergwacht durch Gemeinde

von Redaktion

Ende September feiert die Bergrettung ihr 120-jähriges Bestehen in Oberaudorf – Seit 2014/2015 eigenes Zuhause

Oberaudorf – Die Gemeinde Oberaudorf unterstützt die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden in den kommenden Jahren mit einem Zuschuss zu den Betriebskosten der Bergrettungswache. Dieses klare Bekenntnis zur örtlichen Bergwacht zeigte der Gemeinderat Oberaudorf in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause.

„Eine funktionierende Bergwacht ist gerade für Oberaudorf als Tourismus-Standort sehr wichtig“, betont Bürgermeister Hubert Wildgruber. Nach der Präsentation zu den Aufgaben und Finanzierungsmöglichkeiten der Bergwacht sind sich alle Gemeinderäte einig, dass die Bergretter vor Ort sehr wichtig und notwendig sind. In der Vergangenheit war die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden in der Alten Schule in Niederaudorf untergebracht. Die kostenlose Nutzung dieser Räumlichkeiten wurde durch die Gemeinde ermöglicht und die Betriebskosten übernommen. Nachdem das Platzangebot dort nicht mehr ausreichend war, entschied sich die Bergwacht, durch Eigenkapital, Spenden und Zuschüsse – die Gemeinde Oberaudorf beteiligte sich mit einem Betrag von 30000 Euro – 2014/2015 eine neue Bergrettungswache zu bauen. Natürlich fallen seitdem auch Betriebs- und Versicherungskosten an, die die Bergwacht nun belasten. Durch ihre Unterstützung erleichtert die Gemeinde der Bergwacht auch in Zukunft die Möglichkeit, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren. Sie ist in den Gemeindegebieten von Oberaudorf und Kiefersfelden für die Berg-, Höhlen- und Canyoningrettung zuständig. Bei einem Einsatz übernimmt sie die medizinische Erstversorgung und den Abtransport ins Tal bis zur Übergabe an den Landrettungsdienst. An den Wochenenden und Feiertagen werden Vorsorgedienste ganzjährig am Brünnstein und im Winter im Ski- und Rodelgebiet Hocheck zusätzlich bei Flutlichtbetrieb übernommen. In den bewohnten Berggebieten, die der Landrettungsdienst durch Schneefall oder Glätte nicht erreichen kann, wird oft die örtliche Bergwacht parallel zur Unterstützung alarmiert. Dies stellt auch eine medizinische Versorgung der einheimischen Bevölkerung am Hocheck oder der Mühlau sicher. Von 2018 bis 2020 werden nun Mittel für einen Betriebskostenzuschuss in die jährliche Haushaltsplanung mitaufgenommen. Danach ist erneut zu betrachten, wie sich die jährlichen Aufwendungen für den Unterhalt der Bergrettungswache gestalten.re

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