Leserbrief an die Redaktion

Grundregeln des Straßenverkehrs helfen auch über die Schiene

von Redaktion

Zum Artikel „Lokalbahn: Bleibt die Sicherheit auf der Strecke?“ im Lokalteil:

Da wundert man sich fast jeden Tag über die wachsenden Einschränkungen der persönlichen Freiheit seitens eines „besorgten“ Staates und liest dann mit wachsendem Erstaunen, dass es auch dem Mitbürger nicht an kleingeistigem Denken mangelt. Anstatt sich zu freuen, dass es Menschen gibt, die ihre Freizeit opfern, um Geschichte lebendig zu halten, anstatt ein solches Angebot zu nutzen, anstatt die Vorteile eines attraktiven touristischen Angebotes in der Region zu sehen, wird unsachliche Kritik an den Betreibern der Chiemgauer Lokalbahn Leo geübt. „In den Keller solle man gehen“, wird gesagt, „und mit der Modelleisenbahn spielen“.

„Falscher Ansatz“, möchte man Selbigem entrüstet zurufen, „hättest du die Zeit besser genutzt, um deiner Tochter die Grundregeln im richtigen Miteinander von Straßen- und Bahnverkehr zu vermitteln, dann wäre diese Pseudoaufregung gar nicht erst notwendig“.

Schon in der Fahrschule lernt man doch, wie man sich als Lenker eines Kraftfahrzeuges einem unbeschrankten Bahnübergang zu nähern hat. Und wenn diese Regeln befolgt werden, dann kann man einen Zug, der sich dem Übergang nähert, beim besten Willen nicht übersehen. Wer das nicht glaubt, der mag es selbst einmal testen – an den zahlreichen Bahnübergängen, die es zwischen Aschau und Prien gibt.

Aber wahrscheinlich ist dieses Wissen genauso schnell in der Versenkung verschwunden, wie diese Grundregeln des Straßenverkehrs: Blinken, angepasste Geschwindigkeit, Sicherheitsabstand und der Verzicht auf das geliebte Smartphone während des Fahrens.

Klaus-Dieter Ruske

Aschau

Artikel 6 von 11