Aschau – Die Verträge sind unterzeichnet – jetzt können die Bauarbeiten schon in den nächsten Tagen beginnen: Die beiden Vorsitzenden der Bürgerenergiegenossenschaft Chiemgau, David Schmidtner und Philipp Ramming, schlossen einen Dachnutzungsvertrag und einen Solarstromanlagenmietvertrag mit der Gemeinde Aschau ab. Bürgermeister Peter Solnar unterzeichnete die künftige Nutzung der beiden Dächer des Rathauses und des Schulhauses für die geplanten Fotovoltaikanlagen von je 30 Kilowatt. Sie sollen den Strombedarf der beiden Häuser jeweils zu 50 Prozent decken, der Rest wird weiter aus dem öffentlichen Netz übernommen.
Nach dem Bau des Blockheizkraftwerkes für das „Bernamare“ in Bernau sind diese beiden Vorhaben nun die Objekte zwei und drei der im März gegründeten Genossenschaft. Die Bauarbeiten auf beiden Dächern werden noch in den Sommerferien abgeschlossen. Jedes einzelne Objekt soll etwa 45000 Euro kosten; die CO2 Einsparungen werden bei jedem einzelnen Vorhaben bei rund 14 Tonnen pro Jahr liegen. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll als viertes Vorhaben eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Frasdorfer Rathauses gebaut und in Betrieb genommen werden. Die Beratungen über das Vorhaben und der vorbereitende Gemeinderatsbeschluss sind für die nächste Frasdorfer Gemeinderatssitzung am 22. August vorgesehen.
Aschau, Bernau und Frasdorf am Start
„Mittlerweile hat die ,Bürgerenergie Chiemgau eG‘ 183 Mitglieder, sie haben sich mit einer Mindesteinlage von 250 Euro an der Genossenschaft beteiligt“, so David Schmidtner und Philipp Ramming. „Wir werden in diesem Jahr insgesamt rund 200000 Euro investieren“.
Die drei Gemeinden Aschau, Bernau und Frasdorf haben seit der Gründung der Genossenschaft im März in den vergangenen Monaten alle Weichen gestellt, um mit der dezentralen Gewinnung von Energie Einsparungen zu erzielen und den CO2 Ausstoß deutlich zu vermindern.
Schmidtner wies darauf hin, dass die Kommunen mit ihrem Beitritt zur Bürgerenergie-Genossenschaft einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und damit zur Daseinsvorsorge stellen sowie eine Vorreiter- und Vorbildrolle übernehmen.
In allen drei Gemeinden sei reichlich Potenzial vor Ort vorhanden, das bisher ungenutzt war. Es könnte nach seiner Erschließung zu einer merklichen Entlastung des Vermögenshaushaltes beitragen, die Kämmerer werde es freuen.
Darüber hinaus könnten alle Bürger mit der Zeichnung von Anteilen an der Genossenschaft einen Beitrag zur Energiewende beitragen, sei es finanziell oder durch ihren persönlichen Einsatz.reh