Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn zahlreiche Migranten in Fernreisebussen festgestellt. Die meisten von ihnen mussten das Land wieder verlassen, da es ihnen nicht auf Schutz oder Asyl in Deutschland angekommen war, gab die Polizei bekannt.
In einem Bus aus Albanien trafen die Beamten auf sechs Personen im Alter von 18 bis 36 Jahren ohne erforderliche Einreisepapiere. Bei ihrer Durchsuchung fanden Bundespolizisten in einem Schuh des 36-Jährigen einen griechischen Ausweis sowie einen griechischen Führerschein – beide gefälscht, wie sich bei näherer Untersuchung durch die Polizei herausstellte. Für das anstehende Strafverfahren musste der Mann vorab eine Sicherheitsleistung in Höhe von 350 Euro hinterlegen. Dann trat er mit seinen Landsleuten den Heimweg an.
Nach Österreich wurde ein weiterer albanischer Staatsangehöriger zurückgewiesen. Seine Überprüfung ergab, dass deutsche Behörden gegen ihn bis zum Jahr 2020 ein Einreiseverbot verhängt hatten. In einem Reisebus aus Italien saßen fünf nigerianische Staatsangehörige. Sie besaßen ebenso wie ein Mazedonier, der mit einem bosnischen Busunternehmen unterwegs war, keine Einreisedokumente.
Ein angeblicher Finne in einem deutschen Bus wurde von der Bundespolizei als somalischer Staatsangehöriger entlarvt. Beim „medizinischen Screening“ in der Rosenheimer Dienststelle der Bundespolizei fiel auf, dass er unter Krätze leidet. Zur Behandlung der ansteckenden Hauterkrankung wurde er unverzüglich in eine Klinik in Bad Reichenhall eingeliefert. Nach seiner Genesung wird er sich wegen versuchter unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung verantworten müssen.