Leserbriefe an die Redaktion

„Unfaire Anschuldigungen“ gegen Bürgermeister Hans Nowak

von Redaktion

Leserbriefe zu Berichten „Es liegt viel im Argen“ und „Von Finten, Enttäuschungen und Zorn“ im Lokalteil:

Die Anschuldigungen gegen unseren Ersten Bürgermeister Hans Nowak kann ich als ehemaliger Zweiter Bürgermeister und Bauleiter von Beruf so nicht stehen lassen.

Der „Kiosk“ am Neubeurer See ist ja schon lange kein Kiosk mehr, sondern eine Gaststätte mit Biergarten und Sanitäranlagen. Diese Gaststätte aus den 1970er-Jahren ist aber in die Jahre gekommen.

Das Landratsamt Rosenheim untersagte eine weitere Nutzung, wenn die Gaststätte nicht auf den Stand der heutigen Bestimmungen und Vorgaben gebracht wird. Bürgermeister und Gemeinderäte waren sich schnell einig, dass eine Schließung nicht in Frage komme.

Die Gemeinde beauftragte ein Neubeurer Planungsbüro, ein Konzept auszuarbeiten und eine Kostenschätzung zu erstellen.

Dieses Konzept fand beim Gemeinderat breite Zustimmung. Kurz vor Baubeginn fand eine Baustellenbesprechung mit Bürgermeistern, Gemeinderäten, Bauamt und Planungsbüro statt. Hierbei zerstritten sich die Beteiligten massiv, weil einige Gemeinderäte mit ihrem „vermeintlichen Bauwissen“ den ausgebildeten Fachleuten ihre Vorschläge und Ideen zerredeten. So kam es zu keinem Ergebnis. Zudem lehnte das Planungsbüro aus zeitlichen Gründen die Bauleitung ab.

Um den bereits unterschriebenen Pachtvertrag für die Gaststätte mit Eröffnungsdatum zum 1. Mai 2016 zu erfüllen und um Schaden von der Gemeinde abzuwenden, suchte sich der Bürgermeister einen Bauleiter, um den An- und Umbau fristgerecht ausführen zu können.

Die Verteuerung der Baukosten entstanden überwiegend bei der Sanierung des Altbaus. Bürgermeister Nowak nun alles in die Schuhe zu schieben, ist unfair. Nach meiner Meinung versuchen diese vier Gemeinderäte, Nowak Schaden zuzufügen. Ich würde mir wünschen, dass diese an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen aufhören und wir ein friedliches Neubeuern bleiben.

Franz Steinkirchner

Neubeuern

„Was siehst Du den Splitter in Deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in dem Deinen…“, kann ich nur sagen.

Den Anschuldigungen gegen Bürgermeister Nowak fehlt es an Anstand, Form und Verhältnismäßigkeit. Die Vorwürfe sind an den Haaren herbeigezogen. Dem Bürgermeister ist nichts Gravierendes vorzuwerfen, keine persönliche Verfehlung, keine Vorteilsnahme. Warum die Grundsanierung der Badesee-Gastronomie teurer wurde als geplant und gewollt, hat, kann und wird Bürgermeister Nowak nachvollziehbar erklären: zeitgemäße Anpassung, Zeitdruck, zusätzliche Auflagen der Lebensmittelüberwachung, Regressansprüche, zeitraubende Besserwisser und so weiter.

Unterm Strich: gelungen, gut geworden, Zufriedenheit, alles wurde von örtlichen Handwerkern gemacht, viel Lob, auch von den Nörglern. Viele können ein Wörtchen mitreden, wenn es ums Sanieren von Altem geht, meist läuft es anders als gewollt und geplant und wird teurer.

Es ist normal, dass ein gemeindlicher Prüfungsausschuss bei Zweifeln Unterlagen an die Rechtsaufsicht gibt. Sehr ungewöhnlich ist es aber, wenn einige Gemeinderäte schon zuvor oder parallel dazu mit einem harschen Schreiben über das OVB an die Öffentlichkeit treten, bevor Gemeindeverwaltung und Bürgermeister zu den Vorwürfen Stellung nehmen konnten.

Im Gespräch mit dem OVB stellte der CSU-Ortsvorsitzende die stichelnde Frage, „ob wohl Nowak der Richtige im Amt des Bürgermeisters ist?“ Das offenbart die eigentliche Absicht der Anschuldigungen: schlecht machen, anschwärzen, Bürger aufbringen.

Die Gegenfrage könnte lauten: „Sind Parteivorstände und Gemeinderäte tragbar, die ein Wählervotum noch drei Jahre nach einer Wahl nicht akzeptieren und mehr wegen verletzter Ehre als aus sachlicher Sicht agieren und damit gemeindliche Sacharbeit stören und schädigen?“

Der Erfolg des Gautrachtenfestes ist ein positives Beispiel bester Gemeinsamkeit. Das hat Neubeuern verdient und ist ihm würdig.

Edeltraud Hähle

Neubeuern

Als Altbürgerin bin ich in Neubeuern aufgewachsen und war jahrzehntelang ehrenamtlich für meinen Heimatort tätig. Es ist entsetzlich und traurig, wenn einem Bürgermeister so übel mitgespielt wird wie unserem Herrn Nowak. Gerade seine menschliche Seite, die zur Debatte steht, finde ich und sehr viele Bürger so toll. Bei unserem Bürgermeister steht zum Glück nicht Reichtum und Status, sondern der Mensch im Vordergrund. Noch entsetzlicher finde ich, dass Freie Wähler und SPD diesen Schuss unter die Gürtellinie mitmachen. Gerade die älteren Gemeinderäte sollten ihrem Bürgermeister mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihm kein Messer in den Rücken rammen. Wozu gibt es öffentliche und nicht öffentliche Sitzungen im Rathaus. Diese entwürdigende Geschichte, die jetzt in der Öffentlichkeit breitgetreten wird, gehört in eine nicht öffentliche Sitzung.

Wer von den jungen profilierungssüchtigen Gemeinderäten ist so auf den Posten des Bürgermeisters fixiert, dass er mit so schäbigen Mitteln kämpft? Nowak war so lange im Rathaus tätig und hat so gute Arbeit geleistet, ich kann nur sagen: Hut ab. Und Fehler haben sich ja weiß Gott auch seine Vorgänger zu Genüge geleistet.

Außerdem ist Nowak mit Mehrheit gewählt und das nicht ohne Grund. Es ist schön für mich zu wissen, dass ein Bürgermeister mit Herz im Rathaus sitzt. Ich wünsche mir für ihn eine gute Amtszeit. Den jungen Kämpfern empfehle ich, sich ehrenamtlich zu betätigen. Vielleicht sind ihre Konterfeis dann in positivem Kontext in der Zeitung.

Stefania Krämer

Neubeuern

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