Aschau – Hans Rucker feierte seinen 80. Geburtstag und den ganzen Tag stand die Haustürglocke im Haus in der Gartenstraße nicht still. Familie und Verwandtschaft, Nachbarn und Vereine gratulierten dem „Aschauer Urgestein“ zum Wiegenfest.
Bürgermeister Peter Solnar brachte dem Träger der Aschauer Bürgermedaille ein Präsent der Gemeinde Aschau mit. 24 Jahre saß Hans Rucker für die CSU als Gemeinderat am Ratstisch, er bekleidete die Ämter des Zweiten und des Dritten Bürgermeisters und war lange Jahre Vorsitzender der CSU in Aschau. 2002 erhielt er für seine vielfältigen Verdienste um die Gemeinde Aschau die Bürgermedaille verliehen.
Ein besonderes Geschenk brachten Dr. Ulrich Feldmann und Wolfgang Bude vom Aschauer Heimat- und Geschichtsverein mit: unter dem Titel „Aschauer G´schichten – Erzählungen von Hans Rucker“ übergaben sie dem Jubilar und Ehrenvorsitzenden ein Büchlein mit Geschichten aus seinem Leben, das pünktlich zu seinem Ehrentag erschien. Seine beiden Enkelinnen Zoe und Veronika sammelten die Geschichten ihres Großvaters und die entsprechenden Bilder zusammen, der Heimat- und Geschichtsverein kümmerte sich um die Überarbeitung und Fertigstellung – und fertig war das Buch. „So ein Geschenk, das eigene Leben auf 112 Seiten bekommt man nicht alle Tage“, so Hans Rucker, „da muss man schon 80 Jahre alt werden“.
Das Büchlein endet allerdings noch bevor Hans Rucker seine Frau Astrid kennenlernt und sie 1963 heiratet. Gemeinsam mit ihr übernimmt er die elterliche Gärtnerei in Haindorf und führt sie ein Leben lang.
Zwei Buben und ein Mädchen gehen aus der Ehe hervor, mittlerweile hat sich die Familie um sieben Enkel vergrößert. Neben der vielen Arbeit als Gärtnermeister blieb ihm immer noch Zeit, sich um „sein Aschau“, seine Vereine und seine Institutionen zu kümmern. 50 Jahre führte er den Verein der Garten- und Blumenfreunde Aschau. Beim Heimat- und Geschichtsverein war er Gründungsmitglied und führte den Verein 13 Jahre lang als Vorsitzender, auch bei diesem Verein ist er Ehrenvorsitzender.
Seit der Gründung des Kolpingtheaters vor 60 Jahren ist er als Schauspieler mit dabei; es gibt wohl keine der klassischen Lustspiel- und Bauerntheaterrollen, die er nicht schon verkörpert hätte. Unvergessen ist auch sein Auftritt beim Auferstehungsspiel von 2005.
Zum Stillsitzen hat Hans Rucker keine Zeit: „Das gehört sich einfach für einen Gemeindebürger, dass er die Vereine fördert und ihnen damit die Wertschätzung für ihre wertvolle Arbeit attestiert“.
Das Buch „Aschauer G’schichten – Erzählungen von Hans Rucker“ ist im Schreibwarengeschäft Pfingstl und bei Buch & Café in Aschau erhältlich. Der Heimat- und Geschichtsverein Aschau möchte diese Reihe gerne mit weiteren Aschauer G´schichten anderer Erzähler fortsetzen.reh