Riederinger Festsonntag in weiSS-blau

„Hundertzehn“ – bewegendes Bekenntnis

von Redaktion

Weiß-blauer Himmel wie aus dem Bilderbuch und viele Zuschauer am Straßenrand – beim Festzug anlässlich des 110- jährigen Bestehens des GTEV Almengrün in Riedering passte alles. Über 2500 Trachtler mit ihren Fahnenabordnungen fanden sich zusammen mit 12 Blasmusikkapellen und 14 festlichen Motiv- und Leutwägen ein.

Gutgelaunt säumten die Zuschauer den Weg des prächtigen Festzuges.Fotos Ammelburger

Riedering – Schon vorab hatte das Festkomitee erklärt, dass in der Festwoche nicht nur der Geburtstag gefeiert werden solle, sondern dass die überlieferten Traditionen, die christlichen Werte, echte Handarbeit, Nachhaltigkeit, Regionalität, Wertschätzung ehrlicher und regionaler Produkte sowie echte alpenländische Volksmusik im Mittelpunkt stehen sollen. Dies spiegelte auch der Trachtenzug wider.

Ein farbenfrohes Bild gaben die Vereine der großflächigen Gemeinde und zahlreiche Abordnungen aus den umliegenden Dörfern, Gemeinden und Städten sowie aus Tirol ab. Sogar eine polnische Familie, die derzeit in Ecking bei Freunden wohnt, folgte der Einladung zum Jubiläum.

Bei der Feldmesse auf dem Daxlberg, den die Riederinger Musikkapelle und die Geschwister Moosrainer samt Gabi Reiserer an der Gitarre festlich-musikalisch gestalteten, standen schon bei der Begrüßung durch Pfarrer Claus Kebinger die Werte des Trachtenvereins – Brauchtum, Glaube, Heimatverbundenheit – im Vordergrund.

Gemeindereferent Tobias Gaiser verglich in seiner Predigt den Trachtenverein mit dem über Wasser gehenden Jünger Petrus. Es lohne „das zweite Hinschauen“, man müsse Neues bewegen und wagen, mutig und konsequent sein. Lobend erwähnte er hier beispielsweise, dass die Trachtler bewusst schon allein beim Essen im Festzelt auf Regionalität und Nachhaltigkeit gesetzt hätten und dass statt Ehrengaben Gelder und Kollekte der Jakobus SAPV und der Björn-Schulz-Stiftung zu Gute kämen. Sinnbildlich verkörpere dies die über mannsgroße Frauenstatue auf der Festwiese, der Jedermann aus Salzburg. Dies sei die personifizierte Darstellung des Glaubens, so Gaiser.

Nach dem Segen machte sich der Festzug auf zum Marsch zum Festzelt quer durch den Ort. In der Ehrenkutsche saßen Bürgermeister Josef Häusler und seine Frau Veronika sowie Zweite Bürgermeisterin Marianne Loferer, dann folgten die zahlreichen Vereine von nah und fern, denen die Zuschauer am Straßenrand viel Applaus spendeten.

Kirchenmodelle, Feldkreuze, bäuerliches Handwerk und Brauchtum aus der Region wurde auf den mit viel Liebe hergerichteten Festwägen gezeigt. Auch die Rosserer hatten ganze Arbeit geleistet, ihre sauber herausgeputzten Pferde waren ein echter Hingucker.

Das Fest geht

heute weiter

Trotz des verregneten Festauftaktes beim Bieranstich waren die bisherigen Feiern sehr gut besucht. Die Veranstalter freuen sich, dass ihre Bemühungen geschätzt werden. Abwechslung steht weiter im Programm: Am heutigen Montag steht im Riederinger Festzelt eine „Boarische Partie“ an, am Mariä Himmelfahrt gibt es nach dem feierlichen Patrozinium den Rosserer- und Fuhrleiddog, gefolgt vom abendlichen Grohfleischessen.

Am Donnerstag, 17. August, feiern die Riederinger Musikanten ihr Silberjubiläum, ehe das Hundertzehner-Fest am Freitagabend mit den Feuerwehrlern und der STS-Coverband „Auf a Wort“ ausklingt.

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