Zehn Jahre Falknerei in Hohenaschau: „Das heißt auch, dass wir seit zehn Jahren hier unter der Burg von Hohenaschau versuchen, den Besuchern das immaterielle Kulturerbe der Menschheit nahezubringen und zu zeigen, wie mit Hilfe des Falken und Adlers gejagt wird“, sagt Hannes Lenhart, der Falkner von Hohenaschau. Es habe sich vieles verändert in den vergangenen zehn Jahren – die Falknerei habe hier ihren festen Platz gefunden. Zwei Vorführungen flogen die Greifvögel am Jubiläumstag und beide waren bestens besucht, edle andalusische Pferde und die Jagdhornbläser vermittelten ein wenig von dem Eindruck, wie eine Hofjagd mit dem Falken vor 500 oder auch vor 3000 Jahren in den Steppen Asiens ausgesehen haben könnte. Hannes Lenhart zeigte nicht nur die Kunst, mit den Vögeln zu jagen, sondern erzählte auch Wissenswerte über die Beizjagd aus der Zeit Kaiser Friedrich II. Nebenbei erfuhren die Besucher, darunter viele Kinder, noch vieles über das Leben der Greifvögel und ihr Verbreitungsgebiet auf allen Kontinenten und konnten den Falken, Bussarden, Milanen und Adlern bei ihrem vertrauensvollen Spiel mit dem Falkner zusehen. „Die Vögel sind nicht dressiert, so wie man einen Hund dressieren kann, sondern sie arbeiten vertrauensvoll mit ihrem Falkner. Wenn sie nicht mitmachen wollen, dann wollen sie eben nicht und der Falkner kann keinen Einfluss darauf nehmen.“ Es war frappierend zu sehen, wie die Milane Sammy und Sally auf ihren Namen hörten und sich aus höchsten Höhen herunterstürzten, um ein Stückchen Fleisch in der Luft aufzufangen, oder wie die Falklandkarakara-Dame Chica – einer der seltensten Greifvögel weltweit – zielsicher Futter unter den umgedrehten Steinen inmitten der Besucher herausfand. Fotos rehberg