Aus dem heimischen Garten, den Feldrainen, Wald und Flur stammen die Kräuter, Blumen und Getreideähren, die jetzt im katholischen Pfarrheim Bad Endorf zu Kräuterbuschen gebunden wurden. Emsiges Treiben herrschte an den Tischen, die voll von Blumen und Kräutern aller Art waren und ein wohltuendes Aroma ausströmten. Es ist bereits zur lieben Tradition geworden, dass sich die Frauen in Endorf einen Tag vor Mariä Himmelfahrt im Pfarrheim treffen und gemeinsam mit geschickten Händen die Kräuterbuschen binden. Diese Aktion für den guten Zweck machte den rund 20 Frauen sichtlich viel Freude. „Brauchtum muss gepflegt werden. Das wurde immer schon gemacht und es ist selbstverständlich, dass wir diese Tradition pflegen und auch an die jüngere Generation weitergeben“, so die einhellige Meinung der Frauen. „Ganz nach alter Tradition werden die Kräuterbuschen zusammengestellt und geschickt zu einem Strauß gebunden. Die Kräuterbüschel sollten etwas fürs Auge sein und den Geruchssinn ansprechen.“ An Mariä Himmelfahrt konnte sich jeder nach dem Gottesdienst ein gesegnetes Sträußchen in der Jakobuskirche Bad Endorf, in Antwort und in der Klinikkapelle gegen eine kleine Spende mit nach Hause nehmen. Den geweihten Kräutern wird eine besondere Heilkraft nachgesagt. Sie werden zum Schutz für Mensch, Tier, Haus und Hof am Dachboden oder im Herrgottswinkel aufgehängt und dienen im Winter als Hausapotheke.Foto amf