Wasserbeschaffungsverband Obing

Wasserpreis bleibt stabil

von Redaktion

Gute Nachrichten für die Bürger, die über den Wasserbeschaffungsverband Obing mit Trinkwasser versorgt werden: Obwohl die Organisation für die kommenden Jahre höhere Investitionen plant, kann der Wasserpreis für die Verbraucher auf dem derzeitigen Stand gehalten werden.

Obing – Ertragsmäßig ist das Jahr 2016 eines der besten Jahre in der Geschichte des Wasserbeschaffungsverbandes Obing mit 31000 Euro ausgewiesenem Gewinn gewesen“, so Vorsitzender Hubert Zeltsperger bei der Jahresversammlung des Verbandes. Zwei Gründe nannte Zeltsperger für das gute Ergebnis. Das liege zum einen an leicht gestiegenen Einnahmen, vor allem aus einem größeren Anteil aus Erschließungskosten, zum anderen standen im letzten Jahr keine größeren Investitionen neben den normalen Instandhaltungskosten an.

Im Vorjahr hatte die Sanierung des Hochbehälters in Haiming mit allein rund 91000 Euro zu Buche geschlagen, letztes Jahr wurden insgesamt 90000 Euro ausgegeben. So ist nach den Worten von Hubert Zeltsperger die finanzielle Ausstattung des Wasserbeschaffungsverbands Obing nach wie vor sehr gut.

„Bei einem Guthabenstand von etwa 370000 Euro und einem Eigenkapital von 498000 Euro sind wir mit Rücklagen gut gerüstet für künftige Aufgaben. Und wir können auf eine Erhöhung der Wassergebühren verzichten, auch wenn in den nächsten Jahren wieder höhere Ausgaben anstehen für die Erschließung von Baugebieten, Leitungserneuerungen und Sicherung des weiteren Standorts Pestkapelle für die Wasserversorgung Obings.“

Wasserwart Gerhard Zimmermann berichtete von einer Fördermenge von 212500 Kubikmetern. Dass diese niedriger war als im Vorjahr mit 220800 Kubikmetern Wasser, ist zurückzuführen auf sinkende Wasserverluste auf sehr niedrige 4,16 Prozent. Die Wasserabnahme hatte mit gut 202200 Kubikmetern steigende Tendenz.

Zum Wasserstand in den Brunnen erklärte Gerhard Zimmermann, dass dieser momentan etwa 1,5 Meter unter dem langjährigen Durchschnitt liege und um drei Meter niedriger als beim Höchststand vor drei Jahren. Doch sei schon wieder eine steigende Tendenz zu beobachten. Niederschläge würden sich mit großer Zeitverzögerung auf die Grundwasserbildung auswirkten, aus der die Brunnen gespeist werden.

Über die Wasseruntersuchungen berichtete Hubert Zeltsperger, das Obinger Wasser läge in Bezug auf Rückstände von Chemikalien und auf Bakterien bei allen Parametern unter der Nachweisgrenze. Der Nitratgehalt in den Obinger Brunnen sei mit 25 Milligramm und 23 Milligramm gegenüber 26 und 25 Milligramm im letzten Jahr wieder leicht gesunken und liege deutschlandweit sehr gut im Durchschnitt. In Deutschland sei der Grenzwert gegenwärtig zwar 50 Milligramm, doch werde EU-weit eine Vorgabe von 25 Milligramm angestrebt.

Eine wichtige Aufgabe des Wasserbeschaffungsverbandes bleibe Dialog und Kooperation mit den im Wasserschutzgebiet wirtschaftenden Landwirten, um die guten Werte zu halten und den Nitratgehalt des Trinkwassers weiter zu senken. Bisher habe die Zusammenarbeit mit den betroffenen Landwirten gut funktioniert, betonte Hubert Zeltsperger. „Unser Anliegen als Wasserbeschaffungsverband ist die Bewirtschaftung des Wasserschutzgebietes mit Wiesen. Dafür sind wir bereit, für Mindereinnahmen durch Düngeverzicht einen finanziellen Ausgleich zu schaffen.“

Vorbereitungen abgeschlossen

Zur Sicherung eines zweiten Brunnenstandorts an der Pestkapelle informierte Zeltsperger die Versammlung, dass zwar der Bau eines neuen Brunnens erst langfristig geplant sei. Doch die Vorbereitungen für eine Schutzgebietsausweisung seien nun abgeschlossen und das hydrogeologische Gutachten liege inzwischen vor. Der Antrag für die Ausweisung eines entsprechenden Schutzgebietes werde vom Vorstand des Wasserbeschaffungsverbandes demnächst beim Landratsamt eingereicht. Dafür seien 15000 Euro im Verbandshaushalt dieses Jahres vorgesehen. „Das Schutzgebiet liegt weitgehend im Waldgebiet mit schon bisher geringen Nitrateinträgen“, erklärte der Vorsitzende Hubert Zeltsperger.

Insgesamt zog er eine sehr positive Bilanz über die Situation des Wasserbeschaffungsverbandes Obing: „Wir sind ein kleiner flexibler Versorger mit einer Anlage und einem möglichen zweiten Standbein, mit einem funktionierenden Schutzgebiet und einer unbelasteten gesunden Wasserqualität, die ganz ohne Aufbereitung erreicht wird. Unsere Abnehmer profitieren von einer hohen Leitungsqualität mit niedrigen Wasserverlusten, die dank der guten Kapitalausstattung kontinuierlich erhalten werden kann.“

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