Am Chiemsee gelang OVB-Mitarbeiterin Martina Stephan diese schöne Bilderreihe. Sie zeigt einen Kormoran (lateinisch„corvus marinus“ = Meerrabe) mit seinen smaragdgrünen, großen Augen, die ihn Unterwasser sehr sehfähig machen. Bei einem erfolgreichen Tauchgang erbeutet er einen dicken Karpfen, der nicht durch seinen Schlund zu passen scheint. Der Kormoran dreht und wendet sich und den Fisch, dann streckt er seinen Schlund und lässt sich schließlich den Fisch mit dem Kopf voraus – da legen sich die Flossen besser an – direkt in den Hals gleiten. Als der Fisch nach zehn Sekunden verschluckt ist (die Zeit ist von der Fotografin dokumentiert) gelingt ihm nur noch ein schwerfälliger Start. Wie schnell und wo der Kormoran den Karpfenfisch am Stück verdaut hat, bleibt sein Geheimnis. Während bei uns der Kormoran als Fischereischädling gilt, wird er beispielsweise im asiatischen Raum auch als „Fischereigehilfe“ gebraucht. Ein Halsring verhindert das Verschlingen der Beute, die die gezähmten Tiere beim Fischer abliefern müssen.Fotos Stephan