Brannenburg – Das Gschwandt ist insbesondere Skifahrern am Wendelstein bestens bekannt, führt doch eine Abfahrt mitten durch dieses Kar. Rechts und links ist es teilweise von sehr steilen Felsen begrenzt. Als das Pionierbataillon 905 aus Ingolstadt hier eintrifft, liegt ein Felsblock mitten in der Skiabfahrt. Er könnte sich spontan lösen und würde im Winter eine Gefahr für die Skifahrer darstellen. So wird er ein idealer Auftrag für die Reservisten des Pionierbataillon 905 aus Ingolstadt, ist die Pioniertruppe doch der Wegbereiter des Heeres.
Schweres Gerät
im Einsatz
Zusammen mit Mitarbeitern der Wendelsteinbahn wird der Felsen zur Sprengung mit schwerem Gerät vorbereitet und das alles in höchst anspruchsvollem, steilem Gelände. Der Bohr- und Aufbrechhammer „Cobra“ wiegt allein schon gute 45 Kilo und muss, zusammen mit dem weiteren benötigten Arbeitsgerät, mit Lastenkraxen und Manneskraft zur entlegenen Baustelle transportiert werden. Das Signal zur Sprengung ertönt schließlich über dem Inntal und kurz darauf erfolgt ein dumpfer Knall. Die Sprengung war erfolgreich und die Reste des Felsens werden mit Schaufeln und Pickeln aus dem Gschwandt oberhalb der Mitteralm entfernt. Auch das kostet Kraft.
Der Weg vom Gschwandt in das Soinkar präsentiert sich ebenfalls in einem schlechten Zustand und wird von den Pionieren gleichermaßen instandgesetzt. Für die kommende Wintersaison wird auch die Skiabfahrt von zu starkem Bewuchs durch Sträucher befreit.
Die Ausbildungseinheiten „Marsch in schwierigem Gelände“ sowie Klettern und Abseilen an der Soinwand forderten die übenden Reservisten zusätzlich. Als Dank für ihre Leistung spendierte die Wendelsteinbahn eine Brotzeit auf der Mitteralm. re