Samerberg – Die besten Plätze am Samerberg kennt sie genauso wie die verschiedenen Namen ihrer vielfältigen Fundstücke – aber auch den jeweils eigenen Geschmack der Pilze kann sie benennen und geeignete Rezepte, die sie alle zubereiten kann.
Kein Wunder, dass sie von ihrem Sohn Michael gern bei ihrer Schwammerlsuche begleitet wird. Die genaue Strecke ist natürlich streng geheim. „Kein Schwammerlgeher nennt seine Plätze und wenn, dann die schlechten“, lacht die Pilzexpertin. Seit 40Jahren zieht sie im Herbst mit ihrem Körbchen los. Als Kind war sie mit ihrem Papa unterwegs. Von ihm lernte sie die verschiedenen Schwammerl mit ihrem Namen kennen.
„Diesmal waren mein Sohn und ich überaus erfolgreich“, freut sich Maurer. Besonders begeisterten sie die „Schirmerlinge“, auf hochdeutsch Parasolpilze genannt. Gleich acht ausgewachsene Exemplare wanderten diesmal in ihren Korb. Ihre Kappen werden von der Köchin wie Schnitzel paniert und in Butter lichtgelb ausbacken.
Ebenso erfreulich war der Fund der vielen „Reherl“. „Pfifferlinge sind bei uns nicht oft so groß gewachsen, haben dieses Jahr aber beste Bedingungen und sind reichlich zu finden. Wir blanchieren sie vor dem Einfrieren, weil sie sonst nach dem Auftauen leicht bitter schmecken und machen davon Rahmsauce mit Semmelknödel“, erklärt die leidenschaftliche Sammlerin.
Mittendrin im Schwammerlglück sind Mutter und Sohn auch noch auf eine Gruppe junger Steinpilze gestoßen. „Heuer ist allgemein ein gutes Schwammerljahr und es gibt auch viele Steinpilze“, weiß Maurer. Für eine gute Schwammerlsuppe wurden zudem ein paar Täublinge, die sie „Deiwehn“ nennt, und einige „Hehnerpratzen“ (Korallenpilze) mitgenommen.
„Wir mögen am liebsten eine vielfältige Pilz-Mischung, die gibt einfach einen kräftigeren Geschmack. Ob frisch verarbeitet, oder kochfertig vorbereitet eingefroren: beides schmeckt gut,“ gibt die Köchin ihre Erfahrung weiter und verrät auch gleich eines ihrer Lieblingsrezepte (siehe blauer Infokasten).