Eiselfing – Nicht die Wahrnehmung der Bürger, sondern letztendlich die statistischen Zahlen der Polizei hätten die Voraussetzung für die Feststellung eines erheblichen Unfallschwerpunktes im nördlichen Landkreis geschaffen, stellte Bürgermeister Georg Reinthaler beim Spatenstich fest. Die Problematik an diesem Punkt hatte er auch als aktiver Feuerwehrmann oft genug miterlebt.
Besonders mitgeholfen, so der Bürgermeister jetzt beim Spatenstich, habe die sehr angenehme, parteiübergreifende Zusammenarbeit mit den beiden Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Otto Lederer und deren politische Unterstützung. Ausdrücklich dankte Georg Reinthaler auch den vier Grundanliegern für die Abtretung der benötigten Flächen für den Kreisverkehr.
Profitieren von der neuen Verkehrsführung werden nicht nur die Eiselfinger Bürger auf dem Weg zum Wertstoffhof, sondern auch die Betriebe im Gewerbegebiet Hafenham. Die Tauglichkeit des Kreisverkehrs auch für den Schwerlastverkehr wurde bei der Planung mit einem Durchmesser von 40 Metern bewusst berücksichtigt. Da man einen Kreisverkehr nicht einfach so baue, sei es für die Federführung durch die Gemeinde angenehm, wenn man sich auf ein erfahrenes Planungsbüro und nach der Ausschreibung erfreulicherweise auch auf eine erfahrene, noch dazu gemeindeheimische Baufirma verlassen könne. „Letztlich ist es ein schönes und erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt zum Wohle der Bürger“ schloss der Eiselfinger Bürgermeister.
Für das Staatliche Straßenbauamt Rosenheim berichtete Christian Rehm, dass es Kreisverkehre schon seit der vorletzten Jahrhundertwende, also etwa ab dem Jahr 1900 gibt. Lange Jahre gerieten sie als verkehrssichere Straßenführungen in Vergessenheit. Erst wieder in den Jahren ab etwa 1990 erlebten sie eine Renaissance. Gelten sie doch als übersichtlich und deshalb einfach zu befahren. Gerade der Eigenanteil der Gemeinde sicherte nach Aussage von Christian Rehm am Ende die Entscheidung für den Bau. Damit wird deutlich, wie eine Gemeinde hinter einem solchen doch recht umfangreichen Bauprojekt stehe.
Als Vertreter des Landratsamtes dankte Gerhard Kippes der Gemeinde Eiselfing für die Übernahme der Durchführung und Federführung. Mit Blick zum Leiter des gemeindlichen Bauamtes, Laurentius Fischer, meinte er, er werde wissen, was das in nächster Zeit für ihn bedeute.
„Es ist nun schon der fünfte Kreisverkehr in dieser nördlichen Landkreisregion“, stellte Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner fest. Der Freistaat habe in letzter Zeit nach einigen Jahren des Sparens „enorm viel Geld“ für den Straßenbau zur Verfügung gestellt. Straßen, die das Gewerbe und die Wirtschaft unterstützen und damit Arbeitsplätze für die Bürger schaffen und erhalten sollen.
Damit wurde die Grundlage für die Finanzierung der gut über fünf Millionen Euro zur Finanzierung des Eiselfinger Kreiselprojekts geschaffen. Zu jeweils einem Drittel beteiligen sich das Land Bayern, der Landkreis Rosenheim und die Gemeinde selbst.