Bad Feilnbach – Der Gemeinderat von Bad Feilnbach hat in seiner jüngsten Sitzung eine Erweiterung des gemeindlichen Kindergartens in Derndorf um maximal zwei Gruppen beschlossen. Die beiden Gruppen sollen räumlich so gestaltet werden, dass sie künftig sowohl als Kindergartengruppe als auch als Krippengruppe genutzt werden können.
Bürgermeister Hans Hofer verwies einleitend auf die Bedarfsplanung zur Kinderbetreuung aus dem Jahr 2015, der zufolge die Möglichkeiten für eine Kindertagesstätte mit einer Krippengruppe und einer Kindergartengruppe untersucht werden sollten. In diesem Zusammenhang sollte auch geprüft werden, ob Erweiterungen der bestehenden gemeindlichen Kindergärten in Au oder Derndorf in Frage kämen.
Wie der Bürgermeister weiter ausführte, erhöht sich nach den Feststellungen der Gemeindeverwaltung der Bedarf an Betreuungsplätzen besonders im Ort Bad Feilnbach. Ursächlich dafür seien die momentan starke Bautätigkeit im Bereich Wohnungsbau und der damit verbundene Zuzug von Familien, die Erweiterung der Medicalpark-Klinik mit Zuzug von Klinikpersonal und die eventuell mögliche Zuweisung von Flüchtlingsfamilien in nächster Zeit. Zu einer alternativen Neuerrichtung oder Bestandserweiterung plädierte die Verwaltung für eine Erweiterung eines bestehenden Kindergartens.
Synergieeffekte
zu Nutze machen
Damit könnten durch gemeinsame Personal- und Sanitärräume, gegenseitige Vertretung, gemeinsame Leitung und flexiblere Öffnungszeiten Synergieeffekte und Kosteneinsparungen erreicht werden.
Da eine Erweiterung des soeben sanierten kirchlichen Kindergartens Regenbogen in Bad Feilnbach nach Aussage von Pfarrer Ernst Kögler ausscheide, seien von der Verwaltung die Erweiterungsmöglichkeiten der gemeindlichen Kindergärten in Au und Derndorf näher untersucht worden. Dabei hätten sich nach den Worten Hofers klare Vorteile für eine Erweiterung in Derndorf ergeben.
Hier sei, so seine Information im Gremium, bereits ein ausreichend großes gemeindliches Grundstück vorhanden, das zusätzliche Außenspielflächen für weitere Gruppen zulasse. Das vorhandene Gebäude lasse sich außerdem, so die Aussage der Verwaltung, in Richtung Osten ideal erweitern und der zu erwartende zusätzliche Verkehr sei problemlos aufzunehmen beziehungsweise durch geschickte Straßenführung gut zu lösen.
In Au gestaltet
sich Anbau schwer
In Au hingegen reiche das Grundstück gerade mal für die vorhandene eine Gruppe aus, zudem wäre ein Anbau nicht so einfach wie in Derndorf zu erstellen. Darüber hinaus würde sich die jetzt schon problematische Verkehrssituation mit Schulbusverkehr, Elternfahrten zu Schule und Kindergarten und Fahrten zur Kirche noch verschärfen. Eine Frage von Andreas Henfling (FW), ob denn der zusätzliche Bedarf auch längerfristig gegeben sei, wurde vom Bürgermeister mit einem klaren „Ja“ beantwortet. Soweit absehbar, setze sich der Trend nach zusätzlichen Betreuungsplätzen fort. Dr. Balthasar Spann (CSU) gab ergänzend zu bedenken, dass auch die Intensität der Betreuung weiter zunehme.
Angesichts dieser Argumentationskette sah der Gemeinderat keinen weiteren Diskussionsbedarf und stimmte dem vom Bürgermeister unterbreiteten Beschlussvorschlag einstimmig zu. Mit der Erweiterungsplanung wurde letztlich im Gemeinderat das Architekturbüro Würfel aus Bruckmühl beauftragt.