Schechen – Modest Mitterhuber, der ehemalige Landwirt und große Gönner, verstarb am 23. August im Alter von 89 Jahren.
Als Schechener war er einer der letzten „Urgesteine“ seiner Gemeinde. Die Sonnenuhr vor dem Haus oder seine selbst gebaute Wetterstation: das alles weist auf seine Leidenschaft für Technik und Mathematik hin. Als gelernter Fernmeldetechniker war es ihm nach dem Tod seiner zwei Brüder im Zweiten Weltkrieg nicht vergönnt, eine höhere technische Ausbildung zu machen.
Als achtes Kind einer kinderreichen Familie mit zehn Kindern folgte er damals dem Ruf des Vaters zurück auf den Hof. Mit 29 Jahren übernahm er dann das landwirtschaftliche Anwesen.
Er war aber nicht nur ein Mensch, dem man fasziniert zuhörte, wenn er von früher, von seinen Geräten und Maschinen erzählte, sondern er war auch bis ins hohe Alter interessiert am Gemeindegeschehen. Seit Jahrzehnten war er ein großzügiger Förderer der gemeindlichen Ortsvereine. Vor rund fünf Jahren machte er der Gemeinde ein außergewöhnliches Geschenk: ein 4000 Quadratmeter großes Baugrundstück, auf dem die Gemeinde gerade das Bauprojekt „Seniorenwohnen“ realisiert. Dafür wurde die Modest-Mitterhuber-Stiftung gegründet, die 2014 ins Leben gerufen wurde.
Auf dem Grundstück errichtet die Gemeinde derzeit 16 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen, die zu bezahlbaren Mietpreisen an Senioren vermietet werden. Am feierlichen Spatenstich am 31. März konnte Mitterhuber trotz gesundheitlicher Einschränkungen noch teilnehmen. Leider war es ihm jetzt nicht mehr vergönnt, die Fertigstellung des im Bau befindlichen Gebäudes mitzuerleben.
Noch vor Kurzem spendete er die neuen Ruhebänke an der Schechener und Hochstätter Kirche.re