OVB-Ferienprogramm: „Rasende Reporter“ besuchten die Golfanlage City Golf rosenheim

„Mit dem Driver geht’s am weitesten“

von Redaktion

Fünf Kinder aus Aschau im Alter zwischen zehn und 13 Jahren besuchten gestern als „rasende Reporter“ die Golfanlage „City Golf Rosenheim“. „Es war toll“, sagte Greta anschließend. „Doof war, dass ich anfangs die Bälle gar nicht getroffen habe“, erklärte Lena.

Rosenheim – Früher hatten die beiden Aschauerinnen nur Minigolf gespielt. „Auf einer Driving Range standen wir noch nie, und auch einen Golfball haben wir noch nie abgeschlagen. Es war echt cool.“

Petra Blum, Ehefrau von Betreiber Rainer Blum, zeigte den jungen Nachwuchsreportern, wie man einen Golfschläger in die Hand nimmt und dann damit auch einen kleinen Golfball trifft. „Wenn alle Bälle verschlagen sind, werden sie von einer Ballmaschine aufgesammelt. Bis zu 1200 Bälle können aufgesammelt werden“, hat Greta erfahren. In der Waschmaschine werden die Bälle anschließend gewaschen. Dann werden sie wieder verwendet. „Wenn alle einmal abgeschlagen hatten, dann sind wir mit den Körbchen auf die Wiese gerannt und haben geschaut, wer am meisten Bälle aufsammeln kann. Am Ende hatten wir zwei randvolle Körbe“, lachen Greta und Lena.

Nach der Driving Range gingen die „rasenden Reporter“ auf das Putting Green. Das ist ein runder, kleiner Übungsplatz, um die Bälle aus kurzer Distanz in die Löcher zu bugsieren. „Dort gab es neun Löcher, der Rasen war ganz kurz geschoren. Dann machten wir einen Wettbewerb. Das war lustig“, sagt Lena.

Luise meint: „Es war sogar ziemlich lustig. Aber manchmal hatte ich Pech, dann rollten die Bälle ganz knapp am Loch vorbei. Das hat mich ein bisschen geärgert.“ Und Simon erklärt: „Mir hat das Abschlagen besser gefallen. Da habe ich auch ganz gut getroffen. Am besten ging es mit dem ,siebener Eisen’. Auf dem Putting Green benutzten wir spezielle Schläger, mit denen man besonders gut in die Löcher treffen kann. Sie sind ganz flach und haben vorne einen glatten Vorbau. Sie haben kleine Markierungen, die anzeigen, in welche Richtung der Ball rollt.“

„Es gab neun Löcher, in die man mit möglichst wenigen Schlägen hinein treffen musste. Schwierig war es deshalb, weil die Spielfläche nicht eben ist. Es geht auf und ab“, sagt die zehnjährige Luise.

„Am weitesten konnte ich mit dem Driver schlagen – ungefähr 50 Meter. Echt super“, findet Simon, der eigentlich aus München kommt und in Aschau seine Ferien verbringt. „Der Driver ist der allerlängste Schläger, er ist ganz dick, wie eine Kugel, die vorne abgeschnitten ist. Er ist sehr schwer, damit der Ball auch super weit fliegt. Aber man muss richtig treffen. Das ist leider nicht so einfach“, doziert Simon.

Luise kennt für dieses Problem eine Lösung: „Ein Tee. Das ist ein kleines Stöckchen aus Holz oder Plastik, das oben eine breite Auflagefläche hat.“ „Die ist aber nicht so wirklich breit“, korrigiert Simon. Luise: „Dort legt man am Abschlag den Golfball drauf und dann schlägt man mit dem Driver oder dem Eisen auf den Ball, damit er möglichst weit fliegt.“

Nun erklären Simon und Luise, warum man ein Tee braucht: „Mit dem großen Driver ist es leichter, den Ball auf dem Tee abzuschlagen, weil der Ball leichter mit dem fetten Teil komplett getroffen wird und man am Boden nicht entlang schrubbt.“

Wer Golf spielen lernen möchte, muss sich auf einige Jahre einstellen, hat Clara im Interview erfahren. „Je jünger man ist, umso leichter kann man diesen Sport erlernen.“ Allerdings könne man bis ins hohe Alter golfen.

„Golfen ist die zweit schwierigste Sportart nach dem Stabhochsprung“, hat Rainer Blum den „rasenden Reportern“ erzählt. Blum ist eine Rosenheimer Eishockey-Legende, spielte in der deutschen Nationalmannschaft und wurde zweimal deutscher Meister mit den Starbulls (damals SB DJK Rosenheim). Sein Traumjob als Kind war allerdings Feuerwehrmann, haben die kleinen Reporter erfahren. „Dem Sport wollte ich immer treu bleiben, so bin ich nach meiner aktiven Karriere zum Golfen gekommen.“

City Golf Rosenheim

City Golf Rosenheim ist eine sehr schöne Anlage zum Üben mit einem kleinen Teich, in dem Seerosen wachsen. Den Golfern stehen auf 70000 Quadratmetern Driving Range, Putting Green und eine Sechs-Loch-Anlage zur Verfügung. Betreiber sind Petra und Rainer Blum, die vor 20 Jahren hier begannen.

Angeschlossen sind ein Pro-Shop, in dem Golf-Utensilien zu haben sind, und das Restaurant „Bark’s“. Es ist geöffnet von Dienstag bis Samstag von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr. Montag ist Ruhetag. Ein Schläger-Anfängerset kostet rund 300 Euro, für Kinder die Hälfte. City Golf Rosenheim punktet besonders mit der Stadtnähe und hat 400 Mitglieder. Ein Golfkurs kostet rund 220 Euro, eine Einzelstunde rund 65 Euro. Nach der Platzreife kann es losgehen.

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