Frasdorfer Rathaus beherbergt bald eine Fotovoltaikanlage

Ziel: 14 Tonnen weniger Kohlendioxid

von Redaktion

Das vierte Projekt der Bürgerenergiegenossenschaft Chiemgau ist unter Dach und Fach. Nach den Sommerferien soll auf dem Frasdorfer Rathausdach eine Fotovoltaikanlage installiert werden.

Frasdorf – „Mit diesem Vertrag mit der Gemeinde Frasdorf sind die Jahresvorhaben unserer Genossenschaft erfüllt, wir haben in allen drei Gemeinden unsere Vorstellungen verwirklichen können“, freuten sich die beiden Vorsitzenden der Bürgerenergiegenossenschaft Chiemgau, David Schmidtner und Philipp Ramming, bei der Vertragsunterzeichnung im Frasdorfer Rathaus. Bei der letzten Gemeinderatssitzung in Frasdorf hatte das Gremium der Nutzung des Rathausdaches für eine Fotovoltaikanlage zugestimmt.

Die Verträge sind unterzeichnet – jetzt können die Bauarbeiten schon in den nächsten Tagen beginnen: Die beiden Vorsitzenden Schmidtner und Ramming schlossen einen Dachnutzungsvertrag und einen Solarstromanlagenmietvertrag mit der Gemeinde Frasdorf über die künftige Nutzung des Rathausdaches für die geplante Fotovoltaikanlage von 30 Kilowatt. Die geplante Anlage soll den Strombedarf im Rathaus zu 50 Prozent decken, der Rest muss weiterhin aus dem öffentlichen Netz übernommen werden.

Nach dem Bau des Blockheizkraftwerkes für das Bernamare in Bernau und der Nutzung der Dächer des Rathauses und des Schulhauses in Aschau für Fotovoltaikanlagen (wir berichteten) ist das bereits das vierte Projekt der im März gegründeten Genossenschaft. Die Bauarbeiten auf dem Rathausdach sollen nach den Sommerferien gestartet werden und etwa 45000 Euro kosten. Die Kohlendioxid-Einsparungen werden bei rund 14 Tonnen pro Jahr liegen.

„Mittlerweile hat die ,Bürgerenergie Chiemgau eG‘ 183 Mitglieder. Sie haben sich mit einer Mindesteinlage von 250 Euro an der Genossenschaft beteiligt“, so Schmidtner. „Wir werden in diesem Jahr insgesamt rund 200000 Euro investieren“, ergänzte Ramming.

Die drei Gemeinden Aschau, Bernau und Frasdorf haben seit der Gründung der Genossenschaft im März in den vergangenen Monaten alle Weichen gestellt, um mit der dezentralen Gewinnung von Energie Einsparungen zu erzielen und den Kohlendioxid-Ausstoß deutlich zu verringern. Schmidtner wies darauf hin, dass die Kommunen mit ihrem Beitritt zur Bürgerenergie-Genossenschaft einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und damit zur Daseinsvorsorge stellen sowie eine Vorreiter- und Vorbildrolle übernehmen.

Entlastung

des Haushalts

In den drei Gemeinden Aschau, Bernau und Frasdorf sei reichlich Potenzial vor Ort vorhanden, das bisher ungenutzt geblieben ist. Es könnte nach seiner Erschließung zu einer merklichen Entlastung des Vermögenshaushaltes beitragen, was wiederum die Kämmerer freuen dürfte. Darüber hinaus könnten alle Bürger mit der Zeichnung von Anteilen an der Genossenschaft einen Beitrag zur Energiewende beitragen, sei es finanziell oder durch ihren persönlichen Einsatz.

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