Bürgermeisterwahl am 24. September in Höslwang

Von der Briefwahl bis zur Stimmabgabe

von Redaktion

Am Sonntag, 24. September, gilt‘s: Dann sind die Bürger Höslwangs nicht nur dazu aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen, sondern auch ihre Stimme für einen Bürgermeisterkandidaten abzugeben. Von der Briefwahl über die Auszählung bis zur möglichen Stichwahl – alle wichtigen Infos im Überblick.

Höslwang – 1007 wahlberechtigte Bürger aus der knapp 1300-Seelen-Gemeinde Höslwang sind am Sonntag, 24. September, dazu aufgerufen, einen neuen Bürgermeister für die Kommune zu wählen. Eigentlich wäre die Neuwahl erst 2020 angestanden, doch der plötzliche Tod des amtierenden Bürgermeisters Josef Eisner Mitte Juni (wir berichteten) hatte die Wahl nötig gemacht.

Bundestag hat bei der Auszählung Priorität

Damit die Bürgermeisterwahl gemeinsam mit der Bundestagswahl stattfinden kann, dafür musste die Gemeinde gleich zwei gesetzliche Ausnahmen beantragen. Zum einen, weil die Dreimonatsfrist, in der nach dem Ausscheiden des Bürgermeisters ein neuer Rathauschef gewählt werden müsste, am 24. September um wenige Tage überschritten ist. Zum anderen, weil eigentlich am Tag einer Bundestagswahl keine andere politische Wahl angesetzt werden darf.

Der hohe Stellenwert der Bundestagswahl spiegelt sich auch in der Auszählung der Stimmen wider, wie Marco Binder, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Halfing-Höslwang-Schonstett und Wahlleiter für die Bürgermeisterwahl gegenüber den OVB-Heimatzeitungen erklärt. „Zuerst wird immer die Bundestagswahl ausgezählt. Erst im Anschluss dürfen wir uns an die Auszählung der Stimmen für die Bürgermeisterwahl machen.“ Binder rechnet mit einem Ergebnis zwischen 20 und 21 Uhr.

Das Ergebnis – nicht aber unbedingt, wer in der Gemeinde als Bürgermeister gewählt worden ist. Mit Matthias Maier, gemeinsamer Kandidat der CSU und der Parteifreien Bürger (PfB), steht zwar nur ein offizieller Kandidat zur Wahl. Die Bürger haben aber auch die Möglichkeit, für einen anderen wählbaren Kandidaten zu stimmen, wie beispielsweise für Josef Heinrichsberger, der ebenfalls sein Interesse an dem Amt bekundet hat.

Auf dem Stimmzettel – die Wahlscheine als Legitimation sind mittlerweile an die Wahlberechtigten verschickt worden – ist daher nicht nur der Name „Matthias Maier“ vermerkt, neben dem der Wähler sein Kreuz machen kann, sondern auf ein freies Feld aufgedruckt. Binder: „Dort können die Wähler dann den Namen der Person, die sie wählen wollen, eintragen“, so Binder. Benötigt werden in diesem Fall nicht nur Vor- und Nachname der Person, sondern zur genauen Identifikation auch dessen Beruf oder der Stand, wie beispielsweise die Standesbezeichnung „Rentner“.

Den gleichen Stimmzettel bekommen auch die Bürger zugestellt, die Briefwahl beantragt haben oder noch beantragen. Bis Freitag, 22. September, 15 Uhr, haben die Wähler die Möglichkeit, die Unterlagen anzufordern. Der Wahlbrief muss dann bis spätestens Sonntag, 24. September, 17.59 Uhr bei der Gemeinde Höslwang eingegangen sein. „Wir leeren Punkt 18 Uhr nochmals den Gemeindebriefkasten“, gewährt Binder Einblick in den strengen Ablauf der Wahl.

Mögliche Stichwahl am 8. Oktober

Wenn der Wahlleiter dann das Ergebnis verkündet, wird sich zeigen, ob die Höslwanger einen neuen Bürgermeister haben oder zwei Wochen später – am Sonntag, 8. Oktober – erneut an die Wahlurne gerufen werden. Denn dann würde es, wenn keiner der Kandidaten über 50 Prozent der Stimmen für sich verbuchen kann, zur Stichwahl kommen. Binder: „Der Termin ist jedenfalls schon mal geblockt.“

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