Gemeinderat Vogtareuth berät über Gemeindesaal in Zaisering

„Eine vernünftige Lösung muss her“

von Redaktion

Der Brandschutz hat dem Gemeindesaal in Zaisering den Riegel vorgeschoben: Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen dürfen hier nicht mehr stattfinden. „Eine vernünftige Lösung muss her“, fasste Vogtareuths Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter die Stimmung im Gemeinderat zusammen.

Vogtareuth – Die KFD-Ortsgruppe Zaisering/Leonhardspfunzen hatte an den Vogtareuther Gemeinderat einen Antrag gestellt. Die Frauengemeinschaft sei dringend auf der Suche nach einem geeigneten Raum, in dem sie künftig ihre Treffen abhalten könne. Da die Gemeinde Vogtareuth Eigentümerin des Saales ist, den die Frauen bisher in Zaisering genutzt hatten, wandten sie sich an den Gemeinderat mit der Bitte um Unterstützung. Sie bräuchten einen Saal für ihre Adventsfeier und das Binden der Adventskränze, die sie jedes Jahr für hilfsbedürftige Menschen im Pfarrverband verkaufen. Sollte die Nutzung des Gemeindesaales nicht möglich sein, dann müssten Veranstaltungen ausfallen, und es ginge ein Stück Gemeinschaft in Zaisering verloren, befürchten die Frauen, in deren Namen Theresia Plankl, Erste Vorsitzende der KFD, geschrieben hatte.

Die Seniorentage hätten die Frauen bereits mit Kaffeefahrten überbrückt. Dafür hätten sie allerdings jedes Mal eine Versicherung abschließen müssen, die pro Fahrt 70 bis 80 Euro gekostet hätte. Außerdem sollte im kommenden Jahr der Weltgebetstag der Frauen von vier Frauengemeinschaften eigentlich in Zasiering gefeiert werden, gaben die Frauen zu bedenken.

Der Gemeinderat nahm ihre Aufstellung ernst. Als erste Geste des guten Willens wurden 150 Euro Unterstützung für die Seniorenfahrten sofort bewilligt.

Weitere Hilfe konnte jedoch nicht sofort versprochen werden, so der Bürgermeister. Derzeit laufen die Prüfungen der statischen und brandschutztechnischen Gegebenheiten im Gebäude, bestätigte er. Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, könne man absehen, ob, wann und in welchem Umfang eine Nutzung der Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss des Kindergartens möglich sein könnte.

Am Donnerstag fand eine erneute Prüfung durch ein Statikerbüro statt. „Es werden umfangreiche Untersuchungen nötig“, beschrieb Leitmannstetter gestern das Ergebnis im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Die Balken müssten geprüft werden, dazu müsse man die Deckenverkleidung im Kindergarten öffnen und gründlich nachschauen, wie die Balken überhaupt verlaufen, wie sie gedämmt sind und welche Länge sie haben.“ Der Kindergartenbetrieb werde darunter nicht leiden, gibt der Bürgermeister Entwarnung. Es sei aber noch ein weiter Weg, bis wirklich feststehe, welche Brandschutzmaßnahmen nötig seien, um den Saal wieder nutzen zu können.

Eventuell könne man mit einer Außentreppe die Vorgaben erfüllen. Eine weitere Option sieht Leitmannstetter im Zusammenhang mit einem neuen Feuerwehrhaus, das momentan allerdings noch nicht einmal in der Planung sei, schränkte er gleich wieder ein.

Auf alle Fälle wolle sich die Gemeinde dafür einsetzen, dass die Vereine auch künftig einen Raum für Treffen zur Verfügung hätten. Als Überbrückung schlug er der Frauengemeinschaft vor, ihre Veranstaltungen vorerst in Leonhardspfunzen durchzuführen.

Artikel 1 von 11