Aus dem Gemeinderat Oberaudorf

Glasfaser bis hinauf in die Berge

von Redaktion

Der Breitbandausbau in der Gemeinde Oberaudorf war erneut Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Diesmal hatten die Gemeinderäte über die Erschließung des „Großen Berges“ sowie über finanzielle Deckungslücken zu beraten. Mehrheitlich wurde den Verträgen mit der Telekom zugestimmt.

Oberaudorf – Der Breitbandausbau der Gemeinde Oberaudorf wurde in zahlreichen Sitzungen des Gemeinderats und des Werkausschusses behandelt. Der WA hat dem vorgelegten Vertrag der Telekom in der Entwurfsfassung bereits 2016 zugestimmt.

Grundlage ist das Angebot der Telekom vom Oktober 2016. Als Kernpunkte umfasst er den Ausbau der Bereiche Agg-Riedleiten,sowie Watschöd-Tatzelwurm. Die berechnete Deckungslücke in Höhe von 362851 Euro ist von der Gemeinde/werke in Raten vorab an die Telekom zu zahlen.

Vom Freistaat werden nach Abschluss der Maßnahme 80 Prozent des Betrages als Zuwendung gewährt. Die Regierung von Oberbayern als Förderbehörde hat im Juli einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugestimmt. Die deutliche Verzögerung ist auf die Klärung schwieriger vergabe- und beihilferechtlicher Fragen, ausgelöst durch Grundstücksfragen mit einem Anlieger zurückzuführen. Weiterer Vertragspunkt ist der Verkauf eines etwa 4870 Meter langen Leerrohres, welches zurzeit von den Gemeindewerken verlegt wird, zum Preis von vorläufig 224020 Euro an die Telekom. Ein weiterer Vertrag mit der Telekom umfasst den Ausbau von der Staatsstraße ab Einmündung Tatzelwurmstraße bis nach Watschöd.

Die deutliche Verzögerung der Maßnahmen ist vor allem auf die ursprüngliche Weigerung eines Grundeigentümers zurückzuführen, der Telekom die Verlegung eines Breitbandkabels auf seinem landwirtschaftlich genutzten Grundstück zu gestatten. Die Gemeinde ließ er ebenfalls nicht auf sein Grundstück. Für die Reparatur eines vorhandenen Leerrohres gewährte er zunächst kein Betretungsrecht.

Finanzielle Kernpunkte sind eine errechnete Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 23 642 Euro, welche ohne Zuwendungen von den Gemeindewerken zu tragen ist. Ein, im Zusammenhang mit der Kreisstraßensanierung verlegtes Leerrohr mit rund 500 Metern Länge wird zum Preis von 61 300 Euro an die Telekom veräußert.

Ferner stellen die Gemeindewerke der Telekom ein in einem privaten Grundstück verlegtes (ursprünglich als Leerrohr für ein Steuerkabel der Wasserversorgung vorgesehen) Leerrohr mit einer Länge von 200 Metern kostenlos zur Verfügung und sorgen für dessen Durchgängigkeit.

Mit dem eigentlichen Baubeginn wird mit ab Frühjahr 2018 gerechnet.

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