hauptversammlung der Schlossschützen Schonstett

Großveranstaltungen im Mittelpunkt

von Redaktion

Schonstett – „Der Höhepunkt und gleichzeitig die arbeitsintensivste Veranstaltung der vergangenen Schießsaison war das Gauschießen in Schonstett anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Vereins“, sagte Schützenmeister Martin Voggenauer jetzt bei der Hauptversammlung der Schlossschützen Schonstett.

Mit 777 Teilnehmern sei man zwar etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben, habe aber viel Lob seitens der Verantwortlichen des Gaues für dieses Preisschießen auf elf elektronischen Ständen bekommen. „Man sieht, diese Veranstaltung ist auch mit weniger Schießständen zu stemmen und vielleicht ein Ansporn für andere Vereine, sich dieser Herausforderung zu stellen“, so Voggenauer.

„Neben diesem Großereignis trafen sich die Mitglieder zu 20 Übungsschießen an denen auch Scheiben und Pokale ausgeschossen wurden“, so Schriftführer Erich Böck in seinem Jahresrückblick. Am ersten Adventswochenende war der Verein mit einem Stand beim Weihnachtsmarkt im Caritasheim vertreten. Viele Paare beteiligten sich am Er- und Sie-Schießen und dem Christbaumkugelschießen. Auch die Christbaumversteigerung war gut besucht und bei beiden Fahrten zum Herbstfest nach Rosenheim war der Bus bis auf den letzten Platz besetzt. „Erstmals haben wir auch ein Karabiner-Schießen in Unterwössen durchgeführt – es hat Spaß gemacht“, so Böck, das Schießen soll diese Saison wiederholt werden.

Sportleiter Georg Murner freute sich über viele gute Resultate und vordere Platzierungen. So wurde Johannes Weidinger Gaukönig mit der Luftpistole und auch sonst nutzten einige Aktive den Heimvorteil beim Gauschießen. Erste Plätze belegten Andrea Angerer, Franz Sonnenholzner, Barbara und Johannes Seitz sowie Thomas Holzer. Mit dem Sieg beim Gemeindepokalschießen in Halfing konnte man den Pokal endgültig wieder nach Schonstett holen.

Erfolge bei den Wettbewerben

Hervorragend auch die Resultate beim Zimmerstutzengauschießen. Sepp Bichler wurde Gaumeister (Meister C), Andrea Angerer belegte gleich in drei Wertungen den zweiten Platz (Meister B, Gau- und Königsscheibe). Ganz stark auch der neunte Platz von Andrea bei der oberbayerischen Meisterschaft mit dem Zimmerstutzen. Mit der Luftpistole wurde Johannes Seitz bei den Junioren Gaumeister und Johannes Weidinger Dritter. Auch Thomas Holzer kam aufs „Stockerl“, in der Altersklasse wurde er Dritter.

Sensationell gut lief es bei Johannes Seitz bei den weiteren Meisterschaften – zwei zweite Plätze bei der oberbayerischen, ein zweiter Platz bei der bayerischen, ein bayerischer Meistertitel mit der KK Sportpistole und mit jeweils persönlichen Bestleistungen zwei fünfte und ein 16. Platz bei der deutschen Meisterschaft in der Juniorenklasse. Dafür gab es als kleine Anerkennung aus den Händen von Sportleiter Georg Murner einen Gutschein. Auch im Rundenwettkampf erreichte man durch die erste und dritte Luftgewehrmannschaft erste Plätze.

„Immer umfangreicher gestaltet sich das Programm der Böllerschützen“, berichtete Schussmeister Konrad Hainzl. Über Haager Herbstfest, Christkindlanschießen, Neujahrsschießen, ein Betriebsjubiläum bis zum Frühlingsfesteinzug in Wasserburg – man nahm an 15 Schießen teil. Höhepunkt war das 30. Bayerische Böllerschützentreffen in Neuburg bei Würzburg. Im Frühjahr nächsten Jahres ist wieder ein Böllerkurs in Schonstett geplant. Interessierte sollen sich direkt bei Hermann Schillinger anmelden.

Auch die Finanzen sind in Ordnung – vom Gewinn beim Gauschießen habe sich der Verein ein Auflagegewehr geleistet, so die Info des Kassenwartes Harald Frank. Der Verein verfügt über Rücklagen, ist jedoch auf zusätzliche Einnahmen angewiesen, da die Beitragseinnahmen bei Weitem nicht die laufenden Kosten decken. Kassenprüfer Josef Schmidhuber bestätigte die ordnungsgemäße Kassenführung, die Entlastung war somit reine Formsache.

Bürgermeister Josef Fink gratulierte den Schützen zu ihren tollen Ergebnissen. Auch freue es ihn, dass „so große Veranstaltungen wie der Gaujahrtag oder das Gauschießen in Schonstett stattfinden können“.

Zum Anfangsschießen lud Schützenmeister Martin Voggenauer insbesondere Jugendliche ab acht oder neun Jahren ein – der Verein brauche wieder Nachwuchs und für diesen stehen ausgebildete Jugendleiter bereit, so Voggenauer.

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