Flintsbach – Der Dornröschenschlaf von Burg Falkenstein im Gemeindegebiet von Flintsbach ist wohl bald vorbei. Im Spätsommer vergangenen Jahres war mit der Sanierung der Mauern begonnen worden. Bei den Arbeiten wurden einige Überraschungen ausgegraben. Weil diese Grabungen mit erheblichen Kosten verbunden sind, soll ein Förderverein die Erforschung, Entwicklung und Erhaltung der Burg begleiten.
Gründungsversammlung ist am Montag, 9. Oktober, um 19 Uhr in der „Alten Post“ in Fischbach.
Notwendig wurde die Sanierung, weil an den Außenmauern gravierende bauliche Mängel festgestellt worden waren. In einigen Abschnitten der östlichen und nördlichen Umfassungsmauern waren die Schäden so schwerwiegend, dass einige Mauerteile abgetragen werden mussten. Um den Druck von den Mauern zu nehmen, wurden zudem im Burginnenhof Ausgrabungen vorgenommen. Dabei wurden einige Grundmauern freigelegt, die jahrhundertelang von Schutt und Erde bedeckt waren.
Wie viel Zeit für die Sanierungsarbeiten – intensiv begleitet vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie von einem Facharchitekten – noch notwendig sein wird, ist völlig offen. Über den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten sowie über die bisher gewonnenen Erkenntnisse werden Ausgrabungsleiter Dr. Bernhard Ernst und der bauleitende Architekt Johannes Fischer in der Gründungsversammlung des Fördervereins berichten.
2009 war Burg Falkenstein von der Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung im Landkreis Rosenheim erworben worden. Dessen Vorsitzender, Landrat Wolfgang Berthaler, und Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher hoffen, dass sich viele Bürger für die Burg und ihre Geschichte interessieren. Sämtliche eingehenden Gelder, egal ob Mitgliedsbeiträge oder Spenden, sollen der Mitfinanzierung von derzeitigen und zukünftigen Sanierungsarbeiten dienen.re