Fraueninsel – Mit einem Festgottesdienst im Münster auf der Fraueninsel besiegelte Weihbischof Wolfgang Bischof gestern das Zusammenwachsen des Pfarrverbandes Eggstätt, der Pfarreien Breitbrunn/Gstadt, Eggstätt und Gollenshausen mit der Kuratie Frauenchiemsee unter dem neuen Namen „Pfarrverband Selige Irmengard“. Allerdings unter keinen guten „Stern“ stand die gleichzeitige Sternwallfahrt des Pfarrverbandes auf die Fraueninsel, denn es regnete unaufhörlich. Wenige der Wallfahrer aus den drei Pfarreien machten sich daher zu Fuß auf den Weg zur Fraueninsel.
Das Münster war jedoch gut besetzt, als der Weihbischof mit Verbandspfarrer Andreas Przybylski, Dekan Daniel Reichel und weiteren Geistlichen in das Münster einzog. Der Weihbischof erinnerte, dass 2011 der Pfarrverband Eggstätt mit den Pfarreien Breitbrunn/Gstadt, Eggstätt und Gollenshausen gegründet worden sei. Seit September 2015 sei die Kuratie auf der Fraueninsel dazugekommen. Nun werde das Zusammenwachsen offiziell mit einem Dekret besiegelt. Gleichzeitig werde der Name des Pfarrverbandes von bisher Eggstätt in „Pfarrverband Selige Irmengard“ umbenannt.
Die Mitarbeiterin des Bischofs Andrea Martin verlas das Dekret mit dem die Pfarrverbandserweiterung um Frauenchiemsee und der neue Namen offiziell beurkundet werden. Allerdings erklärte der Weihbischof in seiner Predigt, dass das Dekret, ein verwaltungstechnisches Verfahren allein noch nichts wert sei, es müsse mit Leben erfüllt werden. Des Weiteren gebe es für den Christen aber eine viel wichtigere Urkunde und zwar die „Heilige Schrift“. „Auf diese Urkunde müssen wir unsere Zukunft bauen“, erklärte Bischof.
Zu Beginn des Gottesdienstes hatten Vertreter der drei bisher bestehenden Pfarreien ihre Pfarrverbandskreuze mit dem Symbol der Kuratie zusammengesteckt und dadurch die Gemeinsamkeit bekundet. Der Pfarrverbandschor sang ein Irmengard-Lied, mit dem ihre Liebe zu Gott besonders dargestellt wurde. Überrascht waren die Besucher, als es rote Herzen als Symbol des Mottos des neuen Pfarrverbands „Geistlich, Selig, Herzlich“ von der Empore regnete.
Die Äbtissin des Klosters freute sich zum Schluss des Gottesdienstes, dass die Selige Irmengard als Patronin des Pfarrverbandes gewählt worden sei. Berühmt sei das Kloster mit dem Lebkuchen backen. Als Präsent gab es für jeden Gottesdienstbesucher einen Lebkuchen mit dem Herz als Symbol.
Lebkuchen für Gottesdienstbesucher
Zwei Neuigkeiten im Seelsorgeteam gab Przybylski noch bekannt. So sei Pfarrer Andreas Münck neuer Spiritual, als Hausgeistlicher des Klosters, und Diakon Josef Stürzer neuer Erstansprechpartner für Taufen und Trauungen auf der Fraueninsel. Bei einem anschließenden Stehempfang im Hotel Linde konnte das Seelsorgeteam besser kennengelernt werden. th