Frasdorf – Jetzt ist auch die Bürgersolaranlage auf dem Frasdorfer Rathausdach am Netz. Ulrich Unterforsthuber von der Firma Abel Retec aus Engelsberg übergab die Anlage an Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller und den Leiter des Frasdorfer Bauamtes Olaf Hoffmeyer. Der Vorsitzende der Genossenschaft David Schmidtner und sein Stellvertreter Philipp Ramming beobachteten interessiert die Einweisung in die technischen Finessen der Solaranlage. Vergangene Woche wurden bereits in Aschau im Rathaus und in der Preysing-Grundschule zwei baugleiche Solaranlagen in Betrieb genommen (wir berichteten).
Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller sah sich mit ihren beiden Bürgermeisterkollegen aus Aschau und Bernau als Vorreiterin beim Bau der Fotovoltaik und der Nutzung der Sonnenenergie. „Die Bürgerenergie Chiemgau und die drei beteiligten Gemeinden Aschau, Bernau und Frasdorf beschreiten hier neue Wege und geben anderen Gemeinden in der Region damit ein Vorbild. Wir müssen gesamtheitlich denken und als Gemeinde haben wir eine Vorbildfunktion gegenüber dem Bürger. Wenn schon die Gemeinden so etwas auf ihre Dächer bauen, dann muss an diesen Konzepten doch etwas dran sein.“
Kämmerer Andreas Oppacher wird diese Entwicklung mit Freude sehen: „Mit der Fotovoltaikanlage auf dem Rathausdach erzeugen wir 50 Prozent des Stromes, der das ganze Jahr über im Rathaus verbraucht wird. Diesen Strom müssen wir nicht bezahlen, den liefert uns die Sonne kostenlos. Wenn wir im Sommer an den Wochenenden und außerhalb der Bürozeiten noch Strom erzeugen, können wir den ins Netz einspeisen und verkaufen, in der dunklen Jahreszeit müssen wir dafür ein bisschen mehr dazu kaufen. Für die regionale Wertschöpfung ist es auf alle Fälle eine Gewinnsituation, die Hälfte des Geldes, die für den täglich notwendigen Strom ausgegeben werden muss, bleibt künftig in der Gemeinde.“
Kohlendioxid
wird eingespart
Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Frasdorfer Rathauses erzeugt 30 kWp und insgesamt 30000 Kilowattstunden im Jahr. Sie deckt damit über das ganze Jahr gesehen die Hälfte des Strombedarfs im Rathaus und in der Schule. Jede dieser Anlagen kostet rund 40000 Euro, die Kohlendioxid-Einsparungen sind bei jedem einzelnen Vorhaben mit rund 14 Tonnen pro Jahr angegeben.
Weitere Informationen zur Bürgerenergie Chiemgau gibt es im Internet unter www. bec-eg.de.