Höslwang – Diese Meldung hatte mit Sicherheit bei vielen Menschen in Höslwang eine Gänsehaut ausgelöst: Nachdem durch den Tod des Höslwanger Bürgermeisters Josef Eisner und die Wahl von Gemeinderatsmitglied Matthias Maier zum neuen Bürgermeister ein Platz im Gremium frei geworden war, rückte ausgerechnet Eisners Sohn Christoph nach (wir berichteten). Die OVB-Heimatzeitungen haben mit dem 32-jährigen Ingenieuer der Elektrotechnik über seine politischen Ziele und seine Heimatgemeinde gesprochen.
Nach dem Tod Ihres Vaters ist der Name Eisner durch Sie nun wieder im Höslwanger Gemeinderat vertreten. Ist es für Sie eine Ehre, oder eher eine Bürde, dem Gremium jetzt anzugehören?
Es war für mich eine Ehre, dass mir bei den Kommunalwahlen 2014 so viele Höslwanger ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Deshalb ist es für mich nun meine demokratische Pflicht, dieses Amt auch auszuüben. Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben und werde diese gewissenhaft erledigen.
Was war Ihr erster Gedanke, als Sie die Mitteilung der Gemeinde erhalten haben, dass Sie in den Gemeinderat nachrücken werden?
Mir war bereits am Todestag meines Vaters bewusst, dass ich nun in den Gemeinderat nachrücken werde und konnte mich darauf einstellen. Somit war die Mitteilung nur eine reine Formsache.
Wie haben Sie Ihre erste Sitzung erlebt?
Die Sitzung war sehr entspannt, da hauptsächlich Formalitäten wie beispielsweise meine Vereidigung und die Wahl des Dritten Bürgermeisters auf der Tagesordnung standen.
Was hat – aus der Sicht des Sohnes – Ihren Vater als Bürgermeister der Gemeinde ausgezeichnet?
Besonders seine demokratische Grundeinstellung zeichnete ihn für dieses Amt aus. Er setzte sich mit den Themen intensiv auseinander, vertrat seine Standpunkte und konnte diese kritisch hinterfragen. Auch wenn am Ende einer Debatte nicht immer seine favorisierte Lösung beschlossen wurde, konnte er diese vertreten und deren Umsetzung vorantreiben. Wenn Kritik in seltenen Fällen persönlich wurde, versuchte er jeden fair und mit Respekt zu behandeln.
Welche Themenbereiche sind für Sie als neues Mitglied des Gemeinderats besonders wichtig?
Die Umsetzung der bereits begonnenen Projekte wie der Infrastrukturausbau, die Neugestaltung der Dorfmitte, die Verlegung des Wertstoffhofs und der soziale Wohnungsbau sind mir wichtig. Ebenso wünsche ich mir, dass Höslwang ein attraktiver Lebensraum für Jung und Alt bleibt, wo möglichst viele Dinge am Ort erledigt werden können.
Sie haben sicherlich die Wahl ums Bürgermeisteramt verfolgt. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?
Ich freue mich über die hohe Wahlbeteiligung und wünsche dem neu gewählten Bürgermeister Matthias Maier viel Kraft für die kommenden Aufgaben. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm und dem Gemeinderat für die Gemeinde Höslwang.
Welche Bedeutung hat für Sie die Gemeinde Höslwang?
Höslwang ist meine Heimat. Ich fühle mich sehr verbunden mit den Menschen. Gerade beim Tod meines Vaters wurde für mich die große Anteilnahme der Höslwanger und die Hilfe durch die Dorfgemeinschaft in besonderer Weise spürbar. Es zeigt, wie wertvoll unser Dorf ist. Obwohl ich beruflich mit meinem Job in München und mit meiner Band sehr eingespannt bin, kann ich mir nicht vorstellen, in einer anderen Gegend zu leben.
Interview: Mathias Weinzierl