Brannenburg – Lebendige Volksmusik zum Genießen boten Sänger und Musikanten beim Hoagart in der herbstlich bunt geschmückten Wendelsteinhalle in Brannenburg.
Die vier jungen Hinterberger aus Nußdorf spielten in harmonisch wohlklingender Besetzung zum Auftakt den „Zillertaler Marsch“. Beschwingt folgten die „Hanni Polka“ und ein „Böhmischer“. Sepp Kaffl begrüßte die zahlreichen Gäste und führte mit lustigen Geschichten durch den Abend.
Kräftig, mit sonoren Stimmen, machte der Männergesangverein Brannenburg Schloß, Leitung Anton Fellner, mit „Wann d’Mannerleit’ singan“ auf sich aufmerksam und wies mit „Da Summa is umma“ auf das Ende der Almbeweidung hin.
Das Duo Allegri aus Rosenheim gab das Couplet „Ein Bauer aus dem Schwabenland“ und den „Städtler Landler“ zum Besten. Die besondere spieltechnische Kunstfertigkeit der beiden Musiker wurde mit Szenenapplaus belohnt. Auch die Nußdorfer Pasterkopf-Musi bewies eine hohe Virtuosität mit ihrer „Pasterkopf Polka“, dem „Hohenzollern Landler“ und dem Stück „Auf`m Heuberg“. Bemerkenswert ist, dass Klaus Vogt an der Ziach die meisten Darbietungen selbst schreibt und arrangiert. Der Männergesangverein, begleitet von der Bad Anger Ziach-Musi, führte mit dem schneidig gesungenen „Hiatamadl“ und „Z’ Tölz auf der Bruckn“ in die kurze Pause.
Beschwingt
in zweiten Teil
Beschwingt gestaltete sich der zweite Teil des griabigen Abends. Zackig ließen die jungen Hinterberger den „Laridah Marsch“ des Komponisten Max Hempel erklingen, bevor sie mit den Polkas „Ich und der Mond“ und „Zwei Freunde“ musikalisch auf den Tanzboden entführten. Der „Hupfade Boarische“ und das Stückl „Schnürlregn“ von der Pasterkopf-Musi veranlassten die begeisterten Zuhörer, im Takt mit zu wippen.
Der Männerchor, der zum Hoagart routiniert alles auswendig sang, stimmte anschließend Jagdlieder an. Den „Rausschmeißer“ übernahmen die „4 jungen Hinterberger“ bravourös mit dem Bayernmarsch „Weiß-Blau“. Dem donnernden Applaus folgten alle Musikanten mit Zugaben.re